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Manfred Pinzger
Manfred Pinzger
04.02.10 - Manfred Pinzger
Liberalisierung der Spielcasinos ist Schwachsinn

Zur Förderung der Konkurrenzfähigkeit der angeschlagenen italienischen Fremdenverkehrswirtschaft fordert Pinzger die Verringerung des Mehrwertsteuersatzes für den Tourismusbereich

"Anstatt die Liberalisierung der Spielcasinos anzupeilen, sollte sich die Tourismusministerin lieber ein Beispiel an anderen EU-Ländern nehmen und dem Ministerrat endlich die von mir geforderte Reduzierung der Mehrwertsteuer für den Bereich Tourismus vorschlagen." Mit diesen Worten nimmt der Südtiroler SVP-Senator Manfred Pinzger Stellung zum Gesetzesentwurf von Tourismusministerin Michela Vittoria Brambilla zur Liberalisierung von Spielcasinos, der in Kürze vom Ministerrat verabschiedet werden soll. "Die Ministerin kann nicht im Ernst glauben, dass sie das Problem der massiven Wettbewerbsverzerrung zu Lasten des italienischen Tourismus durch Spielcasinos in Luxushotels lösen kann." "Die Ministerin - so Pinzger weiter - sollte sich lieber meine Forderung zu Eigen machen und endlich die Mehrwertsteuer im Tourismussektor von zehn Prozent auf sieben Prozent reduzieren." Der Südtiroler Senator verweist auf einen entsprechenden Antrag zum Haushaltsgesetz 2010, der parteiübergreifend mitgetragen wurde, doch leider von der Regierung knapp abgelehnt worden war. Senator Pinzger hatte daraufhin einen neuen Vorstoß unternommen und mit Senatorin Helga Thaler Ausserhofer einen entsprechenden Gesetzesentwurf eingebracht. "Die Fremdenverkehrswirtschaft steckt in Italien in einer tiefen Krise und angesichts der Tatsache, dass dieses Land zum großen Teil vom Tourismus abhängt, sollte die Regierung sinnvolle Lösungen ausarbeiten, um die Konkurrenzfähigkeit der italienischen Fremdenverkehrswirtschaft zu fördern." Eine Verringerung des Mehrwertsteuersatzes in Italien würde zu einem fairen Wettbewerb in Europa sowie zu einer konjunkturellen Belebung in Italien und mit Sicherheit zu mehr Beschäftigung führen. "Der Tourismus bildet große Chancen zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit", betont Pinzger. Während in vielen Wirtschaftsbranchen Arbeitsplätze ins Ausland verlagert werden können, könne dies im Tourismussektor nicht erfolgen. "Diese Arbeitsplätze sind an den Standort Italien gebunden und können nicht exportiert werden."
2010 - Südtiroler Volkspartei
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