Nein zum Atomkraft-Dekret
"Der Wiedereinstieg in die Atomkraft ist nicht zu verantworten und aufs schärfste zurückzuweisen". Mit diesen Worten kommentiert der Südtiroler Senator Oskar Peterlini das Dekret, das heute vom Ministerrat verabschiedet wurde und Kriterien enthält, nach denen die Standorte für die neuen Atomkraftwerken in Italien ausgewählt werden sollen. Peterlini hatte sein klares Nein zur Atomkraft bereits im vergangenen Februar in einer dringenden Anfrage sowie in der Aula des Senates bekräftigt. Darin hatte er vom Ministerpräsidenten Berlusconi, von der Unweltministerin Prestigiacomo sowie vom Entwicklungsminister Scajola verlangt, verstärkt auf erneuerbare Energiequellen zu setzen, so wie es bereits in einigen Regionen Italiens, allen voran in Südtirol der Fall sei, sowie in vielen anderen europäischen Ländern und in den USA unter der neuen Regierung von Präsident Barack Obama. Die Atom-Technologie sei teuer, hochgradig gefährlich und hinterlasse den kommenden Generationen ein unlösbares Problem in Form von tonnenweise hochradioaktivem Abfall. Außerdem verweist der Südtiroler Seantor auf das Anti-Atom-Referendum in Italien im Jahre 1987. "80,6 Prozent der Italiener hatten sich bei dieser Volksabstimmung gegen die Atomkraft ausgesprochen. Somit stellt sich die Regierung Berlusconi mit ihrer Pro-Atom-Politik gegen den eindeutigen Willen der italienischen Bevölkerung", so Peterlini abschließend.



