"Nein zur dritten Autobahnspur"
Nicht nur der SVP-Bezirk Unterland sondern sowohl der Südtiroler Landtag als auch der Parteiausschuss der SVP hätten sich bereits klar und deutlich gegen eine Erweiterung der Autobahn ausgesprochen, ruft Senator Oskar Peterlini, SVP-Bezirksobmann des Unterlandes, in Erinnerung. "Der Landtag beauftragt die Landesregierung, mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln der Errichtung von zusätzlichen Fahrspuren, in welcher Form auch immer, auf der Brennerbahn entgegenzuwirken und keinerlei Initiativen für zusätzliche Fahrspuren zu unterstützen", heißt es wörtlich im genehmigten Beschlußantrag Nr. 15/08 des Landtages.
"Anstatt an eine Erweiterung der Autobahn zu denken, muss die Politik das gegenteilige Ziel verfolgen: durch eine drastische Erhöhung der Autobahnmaut muss der Umwegverkehr vermieden und unnötige Transporte durch den Einbezug der Umweltkosten unterlassen werden." Die Kapazität auf der Schiene - so der Unterlandler Bezirksobmann weiter - sei immer noch nicht ausgelastet, deshalb müsse der Transport mit der Eisenbahn effizienter und attraktiver gestaltet werden. "Der Bau der neuen Brennerbahn macht doch nur Sinn, wenn gleichzeitig der Transport auf der Autobahn eingeschränkt wird", betont Peterlini. Dies sei für die Bevölkerung sowohl unter dem Aspekt der Umwelt und der Gesundheit als auch für eine vernünftige Verkehrspolitik, unbedingt erforderlich. Ansonsten - so Peterlini - sei der Bau des Basistunnels völlig umsonst. Die Unterlandler, erinnert Peterlini, hätten ohnehin schon unter Autobahn, Staatsstraße und der alten Eisenbahnlinie enorm zu leiden.



