Recht auf gentechnikfreie Erzeugung schützen
Die Freiheit der Forschung und der Wissenschaft muss unbedingt einhergehen mit dem Schutz und der Förderung der Qualität unserer landwirtschaftlichen Produkte und Lebensmittel. Die Regierung erachtet es somit als unentbehrlich, das Recht auf gentechnikfreie Erzeugung zu schützen und zu garantieren. Damit die Verbraucher tatsächlich zwischen Lebensmitteln mit und ohne GVO wählen können, muss die Rückverfolgbarkeit, Kennzeichnung und Etikettierung von GVO unbedingt gewährleistet werden. Die italienische Regierung spricht sich somit strikt gegen die Einführung einer Toleranzschwelle auf EU-Ebene von genetisch veränderten Organismen im Saatgut aus". Mit diesen Worten antwortet Landwirtschaftsminister Luca Zaia auf eine schriftliche parlamentarische Anfrage, die der Südtiroler SVP-Senator Manfred Pinzger in enger Absprache mit Landesrat Hans Berger am vergangen 21. Oktober eingereicht hatte. In seiner Anfrage hatte Pinzger die römische Regierung aufgefordert "Grüne Gentechnik" zum Schutz der Verbraucher, der Umwelt und der Landwirtschaft zu verbieten sowie Maßnahmen zu ergreifen, um die Herstellung von biologischen Produkten gezielt zu fördern. Auch hatte der Südtiroler Senator die rasche Behandlung seiner Gesetzesvorlage verlangt, die das Ziel verfolgt, den Anbau von GVO Italienweit zu verbieten. Von der Regierung hatte Pinzger weiters gefordert, der autonomen Provinz Bozen die Befugnis zu geben, eigene Maßnahmen zum Schutz der einheimischen biologischen und geschützten Produkte zu erlassen. In seinem Antwortschreiben verwies Landwirtschaftsminister Zaia auf den von der EU vorgesehenen Koexistenzgrundsatz zwischen den gentechnisch veränderten Kulturen und den konventionellen, biologischen Kulturen sowie auf die entsprechenden nationalen Richtlinien, innerhalb deren die Regionen eigene Regelungen ergreifen können.



