Unmut im Ahrntal
Die Junge Generation Ahrntal führte vor kurzen eine Umfrage im Ahrntal durch. Das Ergebnis dieser Umfrage dürfte für die derzeitige Gemeindeverwaltung ernüchtern sein und gleicht sogar einer Ohrfeige für die letzen 15 Jahre Gemeindepolitik.
Über Hundert vor allem junge Ahrntaler beteiligten sich im Monat Februar an der Umfrage welche die vor kurzem neu gegründete JG-Ahrntal durchführte. Dabei gab es einige recht interessante jedoch teils auch zu erwartende Ergebnisse. Sieht man einmal von der Politikverdrossenheit ab (nur 32 % beschäftigen sich intensiv mit der Gemeindepolitik) so fällt vor allem der Unmut über die derzeitige Gemeindeverwaltung auf. Auf die Frage wie zufrieden man mit der derzeitigen Gemeindepolitik im Ahrntal ist antwortete ein Drittel mit ‚unzufrieden’ und weitere 37 % mit ‚eher unzufrieden’!
Da der derzeitige Bürgermeister der Ahrntaler Bürgerliste Hubert Rieder im Mai durch die Mandatsbeschränkung aus dem Amt gehievt wird, hat der neue Bürgermeister und die neuen Referenten viel Arbeit vor sich. Hochspannung herrscht bereits jetzt über den Verlauf der Wahl, da das Ahrntal eines der wenigen Täler ist welche keinen Bürgermeister der Volkspartei stellt.
Den Erhalt der Arbeitsplätze, die Einführung des Nightliner und der Ausbau von Freizeitmöglichkeiten bzw. des Nachtlebens sind dabei für die Jungen Ahrntaler die wichtigsten Themen. Es geht hervor, dass ein sehr wichtiges Anliegen der Bevölkerung auch das Lösen der schon ewig andauernden Stromproblematik sowie des Breitbandinternets wäre.
Hervorzuheben ist ebenfalls, dass über 80 % der Befragten die Gründung der Jungen Generation Ahrntal begrüßt haben und sogar neun Zehntel sich neue junge Leute in der Amtstube wünschen würden.
Es ist jedoch nicht nur negatives zu berichten: Der Großteil der Bevölkerung (79 %) fühlt sich in seinem Dorf wohl und möchte dort auch den Rest des Lebens verbringen und dort alt werden.



