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Gemeinsame Sitzung
Gemeinsame Sitzung
30.03.10 - SVP Pustertal
Im Gespräch bleiben und nach Lösungen suchen

Die aktuelle Wirtschaftslage in Südtirol und im Pustertal stand auf der Tagesordnung einer gemeinsamen Sitzung der Pustertaler Bezirksausschüsse der SVP-Wirtschaft und des Südtiroler Wirtschaftsrings in Welsberg. Als Gast konnte Landeshauptmann Luis Durnwalder begrüßt werden.

Das beherrschende Thema der vom SVP Gemeindewirtschaftsausschuss Welsberg organisierten gemeinsamen Sitzung zwischen den Pusterer Wirtschaftsausschüssen und des Südtiroler Wirtschaftsringes war die Wirtschaftskrise: „Im Moment herrscht in Teilen der Bevölkerung die Meinung vor, dass die Krise bereits ausgestanden sei“, erklärte der Vorsitzende des Bezirkswirtschaftsausschusses, Christian Gartner. „Auch wenn wir uns das alle wünschen bin ich überzeugt davon, dass dem nicht so ist – im Gegenteil: Die Wirtschaftskrise könnte sich in den kommenden Monaten erst richtig auf Südtirol auswirken“, befürchtet Gartner. Auch Landeshauptmann Luis Durnwalder warnte vor übertriebener Euphorie: „Die Landesregierung ist sich der Probleme bewusst und hat bereits im vergangenen Jahr Maßnahmen getroffen, die dazu beigetragen haben, dass Südtirol bisher recht glimpflich davon gekommen ist“, so Durnwalder. „Trotzdem müssen wir aber weiterhin achtsam sein und gemeinsam die anstehenden Hürden in Angriff nehmen.“

Das beste Mittel gegen die Wirtschaftskrise sei, dessen waren sich alle Anwesenden einig, der Zusammenhalt zwischen den Wirtschaftsverbänden und der Sozialpartnerschaft: „Es ist wichtig, dass wir im Gespräch bleiben und gemeinsam nach Lösungen suchen, die allen Beteiligten, Arbeitgebern und Arbeitnehmern zu Gute kommen“, erklärte Durnwalder. Diese Aussage unterstrich auch Christian Gartner: „Besonders in Wirtschaftskreisen müssen wir endlich lernen, dass alle Wirtschaftsverbände zusammenarbeiten müssen. Nur dann ist eine effiziente Wirtschaftspolitik möglich.“

Neben der Wirtschaftskrise wurden zahlreiche weitere Themen, wie etwa die öffentlichen Ausschreibungen, die Bildung, die Garantiegenossenschaften, die Landesbeiträge sowie der Bürokratieabbau, diskutiert. Besonders bei Letzterem forderte die Pusterer Wirtschaft rasche Maßnahmen: „Die Bürokratie ist für unser Klein- und Mittelbetriebe eine enorme Belastung, die nicht selten zu existenziellen Problemen führt. Ohne einen Abbau der Beamten werden wir keine spürbare Verbesserung erreichen können“, betonte Gartner. Landeshauptmann Durnwalder zeigte Verständnis dafür und erklärte, dass die Landesregierung großen Wert auf den Bürokratieabbau legt. Er warb aber um Verständnis dafür, dass dies kein leichtes Unterfangen sei. „Auf einer Seite fordern alle den Bürokratieabbau, auf der anderen Seite wollen wir aber, dass alle Vorgänge detailliert dokumentiert werden, um jede Entscheidung nachvollziehbar zu machen.“

Auch die anstehenden Gemeindewahlen waren ein Thema der Sitzung: „Die Wirtschaft muss sich gerade in die Gemeindepolitik verstärkt einbringen, da sie die Arbeitsplätze vor Ort und somit den Wohlstand in der Bevölkerung garantiert.“, so Gartner.

Der Vorsitzende des Bezirkswirtschaftsausschusses, Christian Gartner, freute sich sehr darüber, dass die regelmäßigen Besuche des Landeshauptmannes bei der Pustertaler Wirtschaft mittlerweile zur Tradition geworden sind: „Es ist sehr wichtig, dass wir den gemeinsamen Kontakt pflegen und Informationen austauschen.“ Für die Wirtschaft im Pustertal seien, so Gartner, die Berichte aus der Landesregierung von großem Wert. „Gleichzeitig sind vielleicht unsere Rückmeldungen für den Landeshauptmann sehr hilfreich“, betonte Gartner.



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