IT | EN | Ladin
Für ein gutes Licht
Für ein gutes Licht
22.04.10 - Umwelt/Lichtverschmutzung Aktiv für gutes Licht in der Nacht
Aktiv für gutes Licht in der Nacht

Infokampagne und Richtlinien gegen Lichtverschmutzung in Südtirol

Bozen – Auf Anregung des Sozialtisches Südtirol will Umweltlandesrat Michl Laimer demnächst eine Infokampagne für gutes Licht in der Nacht starten sowie eine Arbeitsgruppe zur Ausarbeitung von Kriterien und Richtlinien zur Bekämpfung der Lichtverschmutzung im Außenraum einsetzen. „Falsches künstliches Licht hat fatalen Einfluss auf die Natur, auf die menschliche Gesundheit und auf die biologische Vielfalt, ganz abgesehen von der einhergehenden Energieverschwendung“, unterstreicht Laimer. Von daher müssen wir die Bevölkerung auf der einen aber auch die Gemeindeverwalter auf der anderen Seite zum Thema Lichtverschmutzung sensibilisieren und im besten Fall mit einem Masterplan Licht sowie Kriterien und Richtlinien für die konkrete Anwendung von „guten“ Lichtquellen unterstützen.

Tatkräftige Unterstützung im Bemühen um ein besseres Licht vor allem im öffentlichen Außenraum erfährt der Landesrat vom Sozialtisch Südtirol, der mit seinem Führungsausschuss rund um Senator Oskar Peterlini, Martin Wieser und Monika Untermarzoner sowie dem ausgewiesenen Lichtexperten und Ausschussmitglied des Heimatvereines Bozen, Diego Delmonego dem Landesrat seine Aufwartung machte.
Der Sozialtisch hat sich in den letzten Jahren eine profunde Kenntnis zum Thema Lichtverschmutzung erarbeitet und über mehrere Studienfahrten im In-und Ausland Erfahrungen mit positiven und negativen Beispielen gesammelt. „Hierzulande gibt es bei der öffentlichen Beleuchtung bereits vorbildliche Gemeinden wie Tscherms, Tiers und Bruneck; herausragend ist jedoch die Trentiner Gemeinde Canazei“, betont Diego Delmonego. „Von diesen Pilotprojekten können andere Gemeinden lernen“, so sein Fazit. Delmonego steht zudem in engem Kontakt mit renommierten Fachleuten vor allem in Österreich (Projekt „Die helle Not“) und in Italien (Projekt „Cielobuio“).
Landesrat Laimer ist sogar fest davon überzeugt, dass das Problem der Lichtverschmutzung in Bergregionen wie Südtirol ganz anders geregelt werden muss als beispielsweise im Flachland, da es bei uns viel häufiger zu Abstrahlungen bei Hängen und Böschungen komme. Eine etwaige Landesförderung für Anpassungsmaßnahmen will der Landesrat strikt an die Einhaltung der künftigen Richtlinien knüpfen, „denn nur so können wir einen hohen Qualitätsstandard zu Gunsten von Mensch und Tier erreichen“.
Das sei, so Laimer, auch eine Chance für spezialisierte Beleuchtungsunter-nehmen, neue Entwicklungen für „Alpen spezifische“ Beleuchtungskörper und –technologien voranzutreiben und dementsprechende Märkte zu erobern.
Mit der geplanten Informationskampagne und der Einsetzung der Arbeitsgruppe aus Vertretern der Landesabteilung Energie, des Sozialtisches Südtirol, des Gemeindenverbandes und ausgewiesener Experten auf dem Gebiet der Lichtverschmutzung will Landesrat Laimer dieses wichtige Umweltthema mit Nachdruck vorantreiben.
2012 - Südtiroler Volkspartei
YouTUBEFaceBook