Welttag der Jugendarbeit
Vom 23. bis zum 25. April wird der Welttag der Jugendarbeit begangen. Er bietet der Jugend vieler Länder und den Verantwortlichen der Staaten Anlass, über die Zukunftsperspektiven der nachkommenden Generationen nachzudenken und Maßnahmen anzuregen, um diese Zukunft hoffnungsvoller zu gestalten.
„Auch in Europa sind Millionen von Jugendlichen ohne Arbeit. Die Wirtschafts- und Finanzkrise der letzten beiden Jahre hat die Lage der Jugend fühlbar verschlechtert. In Südtirol selbst ist die Zahl der Jugendlichen, die eine Arbeit suchen, gestiegen, die Sicherheit des Arbeitsplatzes hingegen ist, auch infolge der so genannten neuen Formen der Arbeiten, geringer geworden, und es hat nicht den Anschein, als würde sich diese Lage kurzfristig zum Besseren verändern“, stellt der SVP-Arbeitnehmerabgeordnete Georg Pardeller in einer Aussendung fest.
Die Jugend werde von sechs vorrangigen Problemen bedrängt: Die Arbeit und ihre Sicherheit, die Chance auf eine geregelte Laufbahn in der Welt der Arbeit, die Möglichkeiten einer gesicherten Familiengründung, die Beschaffung einer Wohnung, die Absicherung des Alters und die Rentenvorsorge. „Keines dieser Probleme lässt sich einfach lösen, aber von ihrer Lösung hängt es ab, ob die junge Generation eine sichere Zukunftsentwicklung erwarten und beschreiten kann“, meint Pardeller. „Die Allgemeiheit gibt diesem Problem nicht immer das Gewicht, das ihm zukommt. Die Jugend wird schon sehen, dass sie zu recht kommt, schließlich ist sie jung und hat noch das ganze Leben vor sich, heißt es manches Mal leichthin.“
Doch die harte Realität sei eine andere. „In unserer Gesellschaft stimmen zwar im Großen und Ganzen die bildungspolitischen Voraussetzungen. Die Jugendlichen können zwischen umfassenden Angeboten wählen und sich auf den Wettbewerb in der Welt der Arbeit gut vorbereiten. Doch was fehlt, ist die Sicherheit, auch mit einer guten Ausbildung einen dauerhaften Arbeitsplatz finden und darauf eine Familie aufbauen zu können. Eine Gesellschaft aber, die nicht in der Lage ist, ihrer Jugend einen sicheren Weg in die Zukunft zu ebnen, ist eine Gesellschaft ohne Zukunft.“
Auch in Südtirol sollte die Zukunft der Jugend noch stärker in allen politischen, sozialen und kulturellen Entscheidungen berücksichtigt werden. Alle gesellschaftsrelevanten Kräfte sollten sich diesem Ziel widmen. Nur damit könne die kritische und häufig wenig optimistische Einstellung der Jugend geändert werden. Die Jugend sei anzuhalten, sich auf ein langes Leben einzustellen und entsprechend vorzusorgen. Diesbezüglich stoße die heute Gesellschaft an ihre Grenzen, und ohne ganzheitliches Denken sei diese Hürde nicht zu überwinden. Ohne gezielte Vorsorge in der Kernzeit des Lebens bleiben die Aussichten für die Jugend kritisch, meint Georg Pardeller.



