Unternehmerisches Denken in Gemeindepolitik gefragt
Die SVP-Wirtschaft hat zum Auftakt der Intensivphase des Gemeinderatswahlkampfes 2010 am Freitagabend zu einer Veranstaltung zum Thema “Gemeinde als Wirtschaftsraum – Chancen für neue Ideen“ eingeladen. Gastredner war der ehemalige österreichische Bundesminister für Wirtschaft und Arbeit, Nationalrat Martin Bartenstein.
Ein paar Dutzend Wirtschaftskandidatinnen und – kandidaten sowie eine große Anzahl von Südtiroler Wirtschaftstreibenden folgten der Einladung der SVP-Wirtschaft und befassten sich mit der Gemeinde als Wirtschaftsraum. Über die Aktivitäten der SVP-Wirtschaft im Wahlkampf berichtete der Vorsitzende der eigens eingerichteten Arbeitsgruppe Harald Stauder. Als „Best Practice Beispiele“ wurden Ideen aus den drei Südtiroler Gemeinden Kastelruth, Sterzing und Sarntal vorgestellt. Dabei berichteten Martin Fill (Kastelruth), Andreas Leitner (Sterzing) und Günther Kröss (Sarntal) über ihre Erfahrungen vor Ort.
Den Höhepunkt der Veranstaltung bildete das Referat von Nationalrat Martin Bartenstein, ehemaliger Bundesminister für Wirtschaft und Arbeit. Bartenstein ist erfolgreicher Unternehmer und Politiker und hat in den vergangenen Monaten den Gemeinderatswahlkampf in der österreichischen Steiermark begleitet. Das Ergebnis bei den steirischen Wahlen am 21. März fiel dabei für seine Partei und den Wirtschaftsflügel außerordentlich gut aus.
In seinen Ausführungen nahm Nationalrat Bartenstein ausführlich Bezug auf die derzeitige Wirtschaftssituation in Europa und erklärte, worin die Chancen der Finanzkrise liegen. Generell brach er eine Lanze für die soziale Marktwirtschaft und den Weg der Mitte. Die Sicherheit des Arbeitsplatzes sei für die Menschen von größter Relevanz und dürfe nicht aufs Spiel gesetzt werden. Martin Bartenstein erklärte, dass es unternehmerisches Denken auch in der Gemeindepolitik brauche. Mit Polemik sei niemandem geholfen, doch könne mit Realpolitik so manche Hürde überwunden und so manche Lösung werden. „In den Kommunen fallen wichtige Entscheidungen“, so Bartenstein. „Die Rolle der Gemeinden dürfe von den Unternehmern nicht unterschätzt werden.“
Der Vorsitzende der SVP-Wirtschaft, Gerhard Brandstätter, motivierte die Kandidatinnen und Kandidaten der SVP-Wirtschaft und dankte Ihnen für Ihre Bereitschaft zu kandidieren und ihr Engagement in den einzelnen Gemeinden. „Unsere Kandidatinnen und Kandidaten sind aufgrund ihrer beruflichen Tätigkeit gewohnt, Entscheidungen zu treffen und Verantwortung zu übernehmen. Sie sind deshalb bestens geeignet, auch in der Gemeindepolitik Aufgaben im Interesse der gesamten Dorfgemeinschaft wahrzunehmen“, zeigte sich Brandstätter überzeugt. Brandstätter appellierte an die Wählerinnen und Wähler am 16. Mai von ihrem Wahlrecht Gebrauch zu machen und ersuchte darum, den Kandidatinnen und Kandidaten der SVP-Wirtschaft die Stimme zu geben.



