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Dieter Steger
Dieter Steger
30.04.10 - Spielhallen
Strengere Regelung muss gefunden werden

Die Eröffnung von immer mehr Spielhallen in Bozen sorgt bei Schul- und Elternvertreter für Unmut. Landtagsabgeordneter Dieter Steger zeigt dafür Verständnis und kündigt eine Initiative im Landtag an: „Wir müssen der Verwaltung ein wirksames Instrumentarium in die Hand geben, um ein Ausufern der Situation zu verhindern.“

Immer mehr Unternehmer möchten in Bozen Spielhallen eröffnen, um so vom derzeitigen Boom des Glücksspiels zu profitieren. Der Widerstand dagegen mehrt sich, vor allem bei Schuldirektoren und Elternvertreter. Viele dieser neuen Spielhallen befinden sich nämlich in der Nähe von Schulen, wo täglich zahlreiche Jugendlich vorbeilaufen. Für Dieter Steger ist der Protest von Schulen und Eltern absolut verständlich und gerechtfertigt: „Experten bestätigen das hohe Suchtpotential solcher Slot-Machines bei jungen Menschen. In der Schweiz wurden sie deshalb 2005 in Bars verboten.“

Die Politik ist derzeit allerdings machtlos. Landeshauptmann Luis Durnwalder, der für die Vergabe dieser Gesuche zuständig ist, lehnt zwar 80 Prozent der Gesuche ab, doch die Mehrzahl dieser wird vor Gericht wieder erstritten. Da Italien in Sachen Glücksspiel eines der liberalsten Länder in Europa ist, scheint die einzige Lösung eine stärkere Regulierung in Südtirol zu sein. Steger weiter: „Wir müssen im Rahmen unserer Autonomie eine Regelung finden, die die Rahmenbedingungen für die Genehmigung einer solchen Lizenz genau definiert, damit die von der Landesregierung abgelehnten Ansuchen nicht durch einen Gerichtsentscheid dennoch zugelassen werden“. Steger kündigt an, die Initiative zu ergreifen und in Absprache mit der Landesregierung so bald wie möglich eine strengere Regelung auf Landesebene zu finden, um so dem Ausufern der Spielhallen in Südtirol einen Riegel vorzuschieben.
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