Europäisches Parlament stimmt Bericht zu
Das Europäische Parlament hat in seiner Plenarsitzung in diese Woche den Bericht des EU-Abgeordneten Herbert Dorfmann über die Landwirtschaft in Gebieten mit naturbedingten Nachteilen mit großer Mehrheit angenommen.
"Der Erhalt der traditionellen und nachhaltigen Landwirtschaft in Gebieten, in denen Klima und Bodenbeschaffenheit die Bewirtschaftung erschweren ist von zentraler Bedeutung für die Gemeinsame Agrarpolitik. Deshalb sollen die EU-Beihilfen vor allem jenen Gebieten zukommen, welche durch klimatische Bedingungen und Bodenbeschaffenheit beeinträchtigt sind", so Herbert Dorfmann, der den Bericht ausgearbeitet hat.
Mit einem neuen, vereinfachten System sollen die derzeitigen länderspezifischen Kriterien, welche die Benachteiligung festlegen, abgelöst werden. "Ziel ist es, Ungleichbehandlungen bei den Beihilfen in der Landwirtschaft zukünftig zu vermeiden", meinte Dorfmann. Dabei geht es nicht um die Abgrenzung der Berggebiete, die schon einheitlich auf europäischer Ebene geregelt ist, sondern um Gebiete mit anderen naturbedingten Nachteilen.
"Ich habe in meinem Bericht darauf hingewiesen, dass diese Abgrenzung gerecht und nachvollziehbar sein muss. Mit dem derzeitigen Vorschlag der Europäischen Kommission scheint dieses Ziel noch nicht erreicht zu sein. Deshalb fordert das Parlament von der Kommission einen deutlich nachgebesserten Vorschlag", sagt Herbert Dorfmann.
Die Europäische Kommission wird nun mit den vorgeschlagenen Kriterien eine Datensimulationen machen und dann dem Parlament einen Gesetzesvorschlag für die Neuabgrenzung präsentieren.



