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Georg Pardeller
Georg Pardeller
18.05.10 - Gemeinderatswahlen 2010
Soziale Stärkung und Aufwertung der Frauen

Die Gemeindewahlen haben in mehrerlei Hinsicht eine Trendwende eingeleitet“, erklärt der SVP-Arbeitnehmerabgeordnete Georg Pardeller zu den Ergebnissen vom Sonntag. Diese Trendwende lässt sich in vier Punkten zusammenfassen:

Erstens: Viele neue Kandidatinnen und Kandidaten in der Südtiroler Volkspartei haben neue Frische und neue Offenheit gegenüber der Zukunft an den Tag gelegt. Dass der Übergang von einer Generation von Verwaltern zur nächsten so reibungslos vor sich gegangen ist, unterstreicht einmal mehr die Stärke der Sammelpartei und die Kraft der politischen Mäßigung. Obwohl viele Bürgerinnen und Bürger mit der gesetzlich vorgeschriebenen Mandatsbeschränkung nicht einverstanden sind, haben sie diesen Unstand zur Kenntnis genommen und den Blick nach vorne gerichtet. Das ist ein Beweis von demokratischer Gestaltungsfähigkeit innerhalb einer vielseitigen Gesellschaft.

Zweitens: Diese Wahlen haben der sozialen Idee innerhalb der Sammelpartei neuen Auftrieb gegeben. Es steht außer Zweifel, dass die SVP ohne die Arbeitnehmeridee nicht diesen großen Erfolg erreicht hätte. In vielen Gemeinden ist die soziale Orientierung von Kandidatinnen und Kandidaten von den Wählerinnen und Wählern anerkannt und mitgetragen worden. Das Bewusstsein, dass es in dieser schwierigen wirtschaftlichen Situation auch auf der Gemeindeebene neue Grundhaltungen, neue Überzeugungen und soziale Akzente braucht, hat sich weitgehend durchgesetzt, und das kommt den Absichten der Arbeitnehmerbewegung entgegen.

Drittens: Die Rolle der Frau in der Südtiroler Volkspartei ist weiter gestärkt worden. Die Menschlichkeit in der Politik findet bei den Frauen nachhaltige Vertretung. Die Wählerinnen und Wähler haben die Überzeugung gewonnen, dass Frauenpolitik zwar genauso rational ist wie Männerpolitik, dass aber die Frauen eine Komponente der Menschlichkeit mit einbringen, die in unserer Zeit immer stärker gefragt ist. Das ist letztlich auch ein starker sozialer Akzent und deshalb für die SVP und für das Land doppelt bedeutsam.

Viertens: Die SVP hat den Mut gezeigt, in der Stadt Bozen mit dem guten Beispiel voranzugehen, was die Zusammenarbeit zwischen den Sprachgruppen angeht. Das ist nicht nur ein Zeichen von Vernunft, sondern zugleich eine deutliche Absage an die von Nationalismus und Autonomiefeindlichkeit geprägte italienische Rechte, die in Bozen ihr Waterloo erlebt hat. Wenn eine Seite die Hand zur Zusammenarbeit ausstreckt, dann kann die andere Seite diese Hand nicht ausschlagen. Das gemeinsame Ziel ist der Frieden und das Bemühen, in schwierigen Situationen das Richtige für Land und Leute zu tun.
2012 - Südtiroler Volkspartei
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