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Treffen mit Organisationen
Treffen mit Organisationen
09.06.10 - SVP-Frauen
Frau und Rente

Trägerinnen und UnterstützerInnen der Aktion Danke Mami haben sich getroffen und die Gesetzesinitiative von Helga Thaler Ausserhofer diskutiert. Vor mehreren Wochen einberufen stand das Treffen jetzt unter dem Schatten des Sparpakets. 

SVP-Frauenchefin Martha Stocker hatte vor gut einem Monat zu einem Treffen der Organisatorinnen der Unterschriftenaktion Danke Mami eingeladen. Mit dabei waren Utta Brugger und Matthias Brugger vom Katholischen Familienverband, Rosmarie Karbon von der Kath. Frauenbewegung, Helga Mutschlechner Holzer von den KVW-Frauen, Maria Hochgruber Kuenzer von den Bäuerinnen, Ulrike Oberhammer vom Beirat für Chancengleichheit, Maria Flarer Tschaupp vom AEB, Heidrun Grüner Lutz von den LVH Frauen, Manuel Raffin von der JG, Vera Malleier Geschäftsführerin der SVP-Frauen und die Senatorin Helga Thaler Ausserhofer, die über ihre Gesetzesinitiative zur Anerkennung von Erziehungs- und Pflegezeiten für die Rente berichtete. Helga Thaler Ausserhofer hat mit ihrem Entwurf den Weg gewählt, mit einer minimalistischen Forderung die Diskussion um die Frauenrente zu eröffnen. Sie fordert kurz gefasst die Anerkennung von einem Jahr Erziehungszeit pro Kind für die Rente und hat es geschafft, ihren Vorschlag auf die Tagesordnung der zuständigen Kommission zu kriegen. (Nicht alle Vorschläge werden in den Kommissionen diskutiert: es wird nach einer inhaltlichen Überprüfung entschieden welcher Vorschlag überhaupt diskutiert wird.)

„Gerade in der aktuellen Situation und der Diskussion um das Sparpaket ist es besonders schwierig irgendetwas zu erreichen“, stellt Thaler Ausserhofer realistisch fest. Im Moment sei alles blockiert. Sie bemühe sich aber sehr, gerade jetzt in der Diskussion um die Anhebung des Rentenalters der Frauen im öffentlichen Dienst, für diese eine Anerkennung von mindestens einem Jahr an Erziehungszeit pro Kind zu erreichen. Stocker ergänzte dabei, dass eine Erhöhung des Rentenalters ohne eine Kompensation für gestrichene Rentenjahre unmöglich sei.

Martha Stocker dankte der Senatorin sehr für dieses Engagement. Sie verwies auch auf das Risiko, dass das Rentenalter über kurz oder lang auch für die Privatwirtschaft angehoben werden könnte. „Und besonders für die Privatwirtschaft gilt es dann noch verstärkt auf die Anerkennung von Erziehungszeiten zu pochen“ , so Stocker, Frauen in der Privatwirtschaft seien beim Wiedereinstieg vor weit größere Hürden gestellt, als im öffentlichen Dienst. Sie legte der Senatorin auch die verstärkte Förderung der Väterkarenz ans Herz, als wichtige familien- aber auch arbeitsmarktpolitische Maßnahme.

Stocker und Thaler Ausserhofer stimmten mit den vertretenen Organisationen überein, dass ein Sparpaket nicht auf die Kosten von Kindererziehung und Pflege gehen dürfe. Je weiter sich die demografische Lage verschärfe, umso schlimmer werde sich das auf das Renten- und Fürsorgesystem auswirken.

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