Arbeitsplätze für SüdtirolerInnen sichern
Auch in Südtirol stehen immer mehr Menschen ohne festen Arbeitsplatz da. Erstmals seit Jahrzehnten hat die Zahl der Arbeitslosen die drei Prozent Grenze überschritten, womit man nun nicht mehr von Vollbeschäftigung in Südtirol sprechen kann. Die ArbeitnehmerInnen in der SVP fordern deshalb die Einfrierung der Kontingente, mit denen zusätzliche Arbeitskräfte aus dem Ausland angefordert werden.
Lange Zeit schien Südtirol auch was die Beschäftigung betrifft, eine Insel der Seeligen zu sein. Bis vor kurzem konnte man sich stolz als ein Land mit Vollbeschäftigung bezeichnen. Damit ist es nun vorbei. Wie die aktuellen Zahlen belegen, sind rund 10.000 SüdtirolerInnen derzeit ohne festen Arbeitsplatz. Für diese Menschen ist es kein Trost, dass die Arbeitslosenzahlen anderswo noch höher liegen.
Die ArbeitnehmerInnen in der SVP begrüßen es deshalb, dass sich die Landesregierung auf ihrer letzten Sitzung eingehend mit diesem Thema beschäftigt hat. „Wenn immer mehr Menschen keinen festen Arbeitsplatz mehr haben, dann ist dies nicht nur für die betroffenen Familien, sondern für die gesamte Südtiroler Gesellschaft ein großes Problem“, stellt Landesvorsitzender Christoph Gufler dazu fest. Die von der Landesregeierung geplanten Sofortmaßnahmen zur Sicherung der bestehenden und zur Schaffung von neuen Arbeitsplätzen im Bereich der Produktion seinen sehr zu begrüßen. Dort sind die Arbeitsplätze derzeit am meisten in Gefahr.
Gleichzeitig weisen die ArbeitnehmerInnen in der SVP darauf hin, dass im Dienstleistungssektor und dort besonders im Tourismus erfreulicherweise noch Bedarf an MitarbeiterInnen besteht. Es sei sinnvoll in Krisenzeiten im Gastgewerbe verstärkt auf einheimische MitarbeiterInnen zu setzen, anstatt über die so genannten Kontingente zusätzliche Arbeitskräfte aus dem Ausland herzuholen. „Von einheimischen MitarbeiterInnen bedient zu werden, ist ein Plus für den Qualitätstourismus, der in Südtirol mit Erfolg praktiziert wird“, so Gufler. Angesichts des zunehmend prekären Arbeitsmarktes sei zu erwarten, dass sich in Zukunft immer mehr SüdtirolerInnen für eine Tätigkeit im Gastgewerbe interessieren.



