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Wally Kössler, Martha Stocker
Wally Kössler, Martha Stocker
15.07.10 - Pressekonferenz der SVP-Frauen
Vizebürgermeisterinnen verdreifacht


9 (10) Bürgermeisterinnen, 26 Vizebürgermeisterinnen, in den Gemeindeausschüssen auf 28% angewachsen: langsam aber sicher bewegt sich was!
Bei einer Pressekonferenz haben die SVP-Frauen heute ihr Resümee für die Gemeinderatswahlen vorgestellt.
Kurz und knapp in Zahlen ausgedrückt bedeutet das: Mit gut 26% Kandidatinnen auf den Listen wurden knapp 23% Frauen in den Gemeinderäten erreicht, aber 28% der Frauen in den Gemeindeausschüssen. Die Anzahl der Vizebürgermeisterinnen wurde auf 26 verdreifacht, mit den 2009 gewählten Gemeinden Mals und Brenner auf 28.
Landesfrauenreferentin Martha Stocker und Stellvertreterin Wally Kössler freuen sich über dieses Ergebnis: „Es hat sich gezeigt, dass Frauen gewählt werden und dass Frauen nun auch selbstverständlicher in die Ausschüsse berufen werden.“ Besonders freuen sie sich über die 28 SVP-Vizebürgermeisterinnen: „Wir erfahren immer wieder, dass sich auch die Bürgerinnen vor Ort richtig freuen, wenn sie eine engagierte Frau an der Spitze sehen, als Bürgermeisterin oder Vizebürgermeisterin.“
315 Frauen arbeiten in den Gemeinderäten unserer 116 Gemeinden mit, 132 Frauen tragen Verantwortung in den Gemeindeausschüssen, davon 28 als Vizebürgermeisterinnen.
Zu den Zuständigkeiten der Gemeindereferentinnen lässt sich erkennen: „Noch ist das Bild recht traditionell: Die Frauen bekommen die Bereiche Schule, Kindergarten, Kultur, Soziales. Doch auch hier ändert sich das Bild: einzelne Referentinnen tragen die Verantwortung für Urbanistik, Finanzen, Verkehr oder Landwirtschaft“, erklärt Stocker. Eine detaillierte Erhebung zu diesen Zuständigkeiten wird noch folgen.
Besonders wichtig ist Stocker neben den Ausschüssen auch die Baukommission. Für diese wurde mit dem Gleichstellungsgesetz eine verpflichtende Vertretung beider Geschlechter festgeschrieben um bei Bauentscheidungen auch die Sicht der Bürgerinnen vertreten zu wissen. „Die Baukommissionen sind noch nicht überall beschlossen. Klar ist aber, dass bei Einhaltung des Raumordnungsgesetzes der Frauenanteil in den Baukommissionen von sechs auf mindestens 10 Prozent steigen muss“, so Stocker. Eine Baukommission könne nämlich maximal 10 Mitglieder haben, von denen mindestens ein Mitglied dem anderen Geschlecht angehören müsse. Letzte Rückmeldungen aber zeigen, dass in einigen Gemeinden auch gut ein Drittel Frauen in den Baukommissionen vertreten sind.

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