Kinderbetreuung - Maria Hochgruber Kuenzer kritisiert den Finanzierungs-Vorschlag des Landes
Im Bereich der Kinderbetreuung muss das Land den Ton angeben und nicht die Gemeinden. Bisher haben Eltern einen Teil für die Betreuung ihrer Kinder in den Kindertagesstätten bezahlt und der Restbetrag wurde von Land und Gemeinden zu je 50 Prozent übernommen. Für die Tagesmütterdienste zahlen die Gemeinden hingegen, bis auf einige wenige lobenswerte Ausnahmen, bis heute nichts.
Durch den neuen Finanzierungs-Vorschlag des Landes, einen einheitlichen Betrag von 3,9 Euro pro Stunde zu bezahlen, drohen für Eltern je nach Gemeinde nicht einheitliche, sondern ganz unterschiedliche Tarife. Damit entzieht sich das Land der Mitverantwortung für die Gewährleistung von Kleinkindbetreuung und verringert den eigenen Verwaltungsaufwand.
Im Gegenzug würde der Bürokratieaufwand für die Gemeinden steigen. Diese müssten mit einem hohen Verwaltungsaufwand die Einkommen der Familien überprüfen. Dadurch würden viele Gelder in die Verwaltung fließen, anstatt den Kindern und Eltern zu Gute kommen.
Auch müsste die Sozialgenossenschaft jedes Jahr aufs Neue mit 116 Gemeinden Tarifverhandlungen führen und die Kinderbetreuungsangebote wären somit auf lange Frist nicht mehr zu garantieren.
„Ich fordere die Verantwortlichen auf, Familien und Genossenschaften die Sicherheit von Betreuungsleistungen langfristig zu garantieren. Die Unterstützungsmaßnahmen müssen bei den Eltern ankommen und nicht von ausufernder Bürokratie verschluckt werden“, erklärt die Abgeordnete.



