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Richard Theiner
Richard Theiner
26.07.10 - SVP-Präsidium
SVP für europäische Lösung in der Schilderfrage

Landeshauptmann Luis Durnwalder hat am Montagnachmittag das Parteipräsidium über die jüngsten Entwicklungen in der Schilderdiskussion informiert. „Wir stimmen mit dem Landeshauptmann überein, dass es hierbei keine von Rom aufgesetzte Lösung geben kann“, erklärt SVP-Obmann Richard Theiner. Die Südtiroler Volkspartei sei bestrebt, die Ortsnamenfrage durch ein längst fälliges Landesgesetz einer definitiven Lösung zuzuführen, um unnötigen Spannungen zwischen den drei Volksgruppen im Lande entgegenzuwirken.
„Die jährlich aufflammende und von den verschiedensten Seiten angefachte Schilderdiskussion stört das friedliche Zusammenleben der drei Volksgruppen in Südtirol empfindlich“, erklärt SVP-Obmann Richard Theiner. Die Südtiroler Volkspartei habe ebenso wenig wie Landeshauptmann Luis Durnwalder Interesse an einer Eskalation im so genannten Schilderstreit. „Es muss eine Lösung im europäischen Geiste geben, sicher jedoch nicht im faschistischen Sinne“, so Theiner.
Das SVP-Präsidium sprach sich dezidiert gegen die Verwendung von Tolomei’schen Kunstnamen aus. Sehrwohl aber solle in der Frage der Beschilderung die mit Regionalgesetz bereits geregelte Anwendung der Namen von Gemeinden und Katastralgemeinden Gültigkeit haben. „Wichtige Informationen kann es in Deutsch, Italienisch und in Ladinien auch in Ladinisch geben“, so Theiner, „doch akzeptieren wir keine künstliche Zweinamigkeit.“
Die Südtiroler Volkspartei wird noch in dieser Woche einen Gesetzentwurf zur Ortsnamenfrage im Landtag einbringen und hofft auf einen breiten Konsens, um das Problem der Toponomastik einer für alle Seiten annehmbaren Lösung zuzuführen.

2010 - Südtiroler Volkspartei
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