„Marienklinik ist ideale Ergänzung zum öffentlichen Gesundheitssystem“
In der Diskussion um die Streichung der indirekten Rückvergütung für Behandlungen in Privatkliniken macht sich der SVP-Stadtobmann, Dieter Steger, für die Erhaltung der Marienklinik stark: „Die Marienklinik bietet qualitativ hochwertige Gesundheitsdienstleistung im Herzen der Stadt und ist dabei nicht teurer als andere Krankenhäuser. Daher sollten wir alles daran setzen diese, für die Lebensqualität in Bozen so wichtige Einrichtung mit jahrhundertlanger Tradition zu erhalten.“
In dem zurzeit diskutierten Grundsatzpapier zur klinischen Reform des Südtiroler Gesundheitssystems ist die Streichung der indirekten Rückvergütung für die Bürger, die in Privatkliniken behandelt werden, enthalten. Diese Streichung würde vor allem die Marienklinik in Bozen hart treffen. Ohne diese Rückvergütungen könnte sie den Betrieb in dieser Form nicht mehr bieten. SVP-Stadtobmann Dieter Steger appelliert daher an die Verantwortlichen eine andere Lösung zu finden: „Die medizinischen Leistungen der Marienklinik liegen dem Steuerzahler im Endeffekt weniger auf der Tasche, als dieselbe Behandlung in öffentlichen Krankenhäusern. Die indirekten Rückvergütungen sind nämlich geringer als für jedes andere Krankenhaus im Land. Dazu kommt, dass in der Marienklinik ca. 40 Prozent der Patienten über Privatversicherungen einen wesentlichen Teil der Behandlungen mitfinanzieren, was letztlich einer Einsparung von öffentlichen Mitteln gleichkommt.“
Steger weist auch auf einen weiteren Aspekt hin, den es bei einer Privatklinik im Unterschied zu einem öffentlichen Krankenhaus zu bedenken gilt: „Die ca. 60 Fachärzte der Klinik stellen Rechnungen für die Behandlungen aus. Durch die Steuern, die sie auf diese Beträge zahlen, fließt ein erheblicher Teil der Gelder wieder in den Landeshaushalt zurück. Letztendlich bleibt ein Betrag von ca. 4 Mio. Euro den das Land für die medizinischen Leistungen der Marienklinik ausgibt. Für diesen Betrag ist es unmöglich irgendwo sonst so viele medizinische Eingriffe zu leisten oder anzukaufen.“
Durch eine Verlagerung der Dienste von der Marienklinik in die öffentlichen Krankenhäuser würde auch die Qualität der Leistungen leiden, da sich dort in den meisten betroffen Bereichen die Wartezeiten unweigerlich verlängern würden. „Die Bürger schätzen diesen Gesundheitsdienst im Zentrum von Bozen sehr. Er wird von vielen Boznern, aber nicht nur von Boznern seit Jahrzehnten gerne genutzt. Es soll ja ein Grundsatz der klinischen Reform sein, dass die medizinische Grundversorgung nahe am Patienten erfolgen soll. Vor allem aber würden die langen Wartezeiten in den öffentlichen Krankenhäusern noch zusätzlich verlängert. Gerade diese langen Wartezeiten in den öffentlichen Einrichtungen, sind ein wesentlicher Grund, wieso sich viele Bürger in der Marienklinik behandeln lassen“, argumentiert Steger.
Steger weiter: „Ich bin überzeugt, dass Sparen notwendig und die klinische Reform unumgänglich ist. Sparen bei der indirekten Rückvergütung hieße aber Sparen an der falschen Stelle. Daher ersuche ich die Landesregierung die Streichung der indirekten Rückvergütung nochmals zu überdenken und damit die Marienklinik als gesunden und gut funktionierenden Betrieb im Gesundheitssystem Südtirols und als letzte verbliebene private Alternative zum öffentlichen System zu erhalten.“



