SVP-Gröden fordert rasche Lösung der Toponomastikdiskussion
Wie alljährlich im Sommer lud auch heuer Bezirksobmann Christoph Perathoner die SVP-Gemeindeverwalter und Ortsausschüsse Grödens zu einer politischen Aussprache ein, bei welcher die vordringlichsten politischen Anliegen und Forderungen diskutiert wurden. Wie jedes Jahr war auch Landesrat Florian Mussner dabei, um von der Arbeit der Landesregierung zu berichten.
Neben vielen anderen Anliegen, waren die Toponomastik und der Schilderstreit ein gefühltes Thema. „Die zu oft unnütz geschürte und populistisch missbrauchte Toponomastik-Diskussion, trägt nicht zur Lösung dieses Minderheitenproblems bei und schadet dem Zusammenleben der drei Volksgruppen und einer europäischen Entwicklung Südtirols“, schreibt die SVP-Gröden in einer Aussendung.
„Die SVP-Gröden stellt sich voll hinter die von Landeshauptmann Luis Durnwalder im Schilderstreit ein genommene Position“, bringt der Gebietsobmann Stefan Runggaldier die Sache auf den Punkt. Landesrat Florian Mussner ergänzt, dass der Landeshauptmann das einzig Richtige tue, wenn er die in Südtirol historisch gewachsenen Namen verteidige und sich in dieser fundamentalen Frage von Rom nicht unter Druck setzen lasse. „Wir werden in Ladinien, ganz gleich wie im restlichen Südtirol, sicher keine künstliche Zwei- oder Dreinamigkeit akzeptieren“, unterstrich der ladinische Landesrat in der Sitzung.
Christoph Perathoner erklärte aus einer juristischen Bewertung, dass der von Landeshauptmann Durnwalder initiierte Gesetzesvorschlag zur „Errichtung des Verzeichnisses der Ortsnamen des Landes und des Landesbeirates für Kartographie“ eine minderheitenrechtliche Notwendigkeit darstelle aber auch den modernen völkerrechtlichen Standards entspreche. Darum verdiene der Durnwalder-Vorschlag auch die Unterstützung. Es müsse aber im Interesse des ganzen Landes sein, das Jahrzehntelang verschleppte Anliegen der Südtiroler Toponomaistik einer baldigen, minderheitenrechtlich angemessenen Lösung zuzuführen, schloss Bezirksobmann Perathoner.



