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Christoph Gufler
Christoph Gufler
06.08.10 - SVP ArbeitnehmerInnen
Nicht nur bei Schwachen sparen

Die SVP-ArbeitnehmerInnen rufen die Landespolitik dazu auf, die staatlichen Sparvorgaben nicht auf dem Rücken des schwächeren Teiles der Südtiroler Gesellschaf umzusetzen. Vielmehr ist durch eine gerechtere Verteilung von Rechten und Pflichten der nötige Spielraum für zusätzliche Einnahmen zu schaffen. Einsparungen sind bei einzelnen Großprojekten möglich.

Konkret ersuchen die ArbeitnehmerInnen in der SVP die Landesregierung bei der Ausarbeitung ihrer Programme und insbesondere bei der Erstellung des Landeshaushaltes 2011 die staatlichen Sparvorgaben nicht auf Kosten der sozial Schwächeren umzusetzen. "Wenn gespart werden muss, so sollen alle ihren Beitrag dazu leisten", bringt es Landesvorsitzender Christoph Gufler auf den Punkt. Wichtig sei es, vor allem im Dialog mit den Sozialpartnern nach Lösungen zu suchen. Wenn Politik, Arbeitgeber und Arbeitnehmer gemeinsam an einem Strang ziehen und die erarbeiteten Maßnahmen transparent kommunizieren, werden diese auch von der Bevölkerung akzeptiert.



Dafür muss von allen der ehrliche Wille vorhanden sein. Einsparungen können durch eine Streckung einzelner Großprojekten auf mehrere Jahre erzielt werden, wenn sich z.B. die Auswirkungen der Krise abgeschwächt haben. In einzelnen Bereichen sind vorübergehende Kürzungen bei den Beiträgen anzudenken. "Dies ist auch eine gute Gelegenheit um zu prüfen, wo Beiträge wirklich sinnvoll sind und wo nicht", so Gufler. Dies gelte nicht nur für die Wirtschaft sondern auch für das Sozial- und Gesundheitswesen.



Allerdings müsse man sich gerade in Krisenzeiten bewusst sein, daß Soziales sich nicht auf Fürsorge und auf notwendige Korrekturen von politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Fehlleistungen beschränken kann und schon gar nicht mit Wohltätigkeit zu verwechseln ist. Es gehe um den Zusammenhalt unserer Südtiroler Gesellschaft, den zu erhalten das Anliegen aller sein müsse. Dies sei nur durch eine sozialpartnerschaftliche Ausrichtung der Landespolitik möglich.


2012 - Südtiroler Volkspartei
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