Jugend muss ernster genommen werden
Über 80 Prozent der Jugendlichen denken laut Jugendstudie, dass Politiker ihre persönlichen Interessen verfolgen. Und nur 31% sind der Meinung, dass sich die Jugend für Politik interessiert.
Die Jugend in Südtirol stellt den Politikern ein schlechtes Zeugnis aus. „Dies sollte ernst genommen werden. Wir wollen die Politiker und Entscheidungsträger nochmals daran erinnern, dass die Jugend stärker in jugendpolitischen Entscheidungen mit einbezogen werden muss“, so der Landesjugendreferent Manuel Raffin und seine Stellvertreter Tanja Rainer, Stefan Franceschini und Sebastian Überbacher.
Die JG bedauert es, dass sich 31% der Jugend nicht für die Politik interessiert, wo es doch um die Gestaltung und um die Einflussnahme in der Gesellschaft geht. „Jeder sollte sich beteiligen, denn schließlich geht es um unsere gemeinsame Zukunft in Südtirol“, so der Appel der Jungen Generation.
Nicht zu begeistern ist die Südtirols Jugend für die EU-Politik. Nur ca. 7% haben großes Interesse. Die EU-Politik birgt Chancen und Gefahren für Südtirol und deshalb ist die JG stark auf dieser Ebene tätig indem sie bei verschiedenen internationalen Organisationen mitarbeitet. Es ist die Aufgabe aller Politiker, die EU und dessen Gremien der Bevölkerung näher zu bringen.
Ca. 41% von den 23-25-Jährigen sind der Meinung, dass die Südtiroler Jugendlichen zu wenig Mitsprachemöglichkeiten in der Politik haben. Wir als Junge Generation bieten durch unsere über 100 Ortsjugendgruppen eine einfache Möglichkeit der Mitgestaltung. Der Zugang ist einfach und die Mitsprachemöglichkeiten sind gegeben. Es müssen neue Mitbestimmungsmöglichkeiten in der Politik angedacht werden.
Auch für die Gemeindepolitik gaben nur 7,5% der Befragten an, großes Interesse daran zu haben. Gerade in der Gemeindepolitik ist die Einflussnahme der Jugend am stärksten möglich. Die Gemeindepolitik beeinflusst das Leben am stärksten und die Verfolgung wäre am einfachsten, deshalb ist diese Ansichtsweise nicht nachzuvollziehen“, so die JG-Führung.
Die Junge Generation fordert abschließend, dass die Politiker viel stärker die Jugend bei wichtigen Entscheidungen einbeziehen sollte und auf konkrete Fragen eingehen.



