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Gegen Medizinfakultät in Bozen
Gegen Medizinfakultät in Bozen
18.08.10 - Junge Generation
Nein zur Medizinfakultät in Südtirol

Die Junge Generation in der SVP spricht sich gegen eine Medizinfakultät in Südtirol aus. Besser wäre ein gewisses Kontingent für Südtiroler an den österreichischen Universitäten.

Die Landesregierung überlegt seit längerem eine eigene Medizinfakultät in Bozen einzurichten, um den Bedarf an Ärzten für Südtirol, trotz der Zugangsbeschränkungen an den Österreichischen Unis, zu decken. Die Junge Generation in der SVP betont, dass sie sich strikt gegen eine Medizinfakultät in Bozen ausspricht.

Anlass für das erneute Vorbringen des Vorschlages war die Bekanntgabe der Ergebnisse der Aufnahmeprüfungen an den Medizinfakultäten in Österreich, bei denen „nur“ ca. 30% der Südtiroler Bewerber/innen den Aufnahmetest geschafft haben.
„Wir sprechen uns dagegen aus, Fakultäten in Bozen aufzubauen, die es an unserer Landesuniversität in Innsbruck bereits gibt, und somit in Konkurrenz dazu stehen würden“, betonen der Landesjugendreferent Manuel Raffin, und seine Stellvertreter Tanja Rainer, Stefan Franceschini und Sebastian Überbacher. „Dies wäre ein ungerechtfertigt großer finanzieller Aufwand und außerdem würde durch die begrenzte Größe der Fakultät die Qualität des Lehr- und Forschungsangebots beeinträchtigt werden und man könnte nie und nimmer mit anderen medizinischen Universitäten konkurrieren, da diese seit Jahrzehnten existieren“, unterstrich die JG-Führung.

Die freie Universität Bozen soll sich weiterhin auf die Studien konzentrieren, die nicht in Konkurrenz zu Innsbruck und Trient stehen. Zukunftsträchtiger wäre es ein alternatives Angebot zu den benachbarten Unis zu schaffen und somit das Studienangebot in Gesamttirol zu erhöhen.
„Es ist wichtig, dass die Landesregierung alles daran setzt, dass das Kontingent für Studienplätze für Südtiroler an einer medizinischen Fakultät erhöht wird“, so Raffin abschließend.
2012 - Südtiroler Volkspartei
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