Neue Anreize schaffen und Lehrberufe attraktiver machen
Immer weniger Lehrlinge zwischen 15 und 19 Jahre gibt es in Südtirol. Die JG findet diese Entwicklung bedenklich und problematisch.
Die Beobachtungsstelle für den Arbeitsmarkt an der Landesabteilung für Arbeit hat bekannt gegeben, dass die Zahl der Lehrlinge zwischen 1999 und 2009 um 19 Prozent gesunken ist.
„Das bedeutet, dass die Anzahl der Lehrlinge pro Jahr um ca. 2 Prozent gesunken ist. Diese Entwicklung finden wir sehr bedenklich und fordern die Politik auf, neue Anreize und bessere Rahmenbedingungen für die Lehrberufe zu schaffen“, so der Landesjugendreferent der SVP, Manuel Raffin und seine Stellvertreter Tanja Rainer, Stefan Franceschini und Sebastian Überbacher.
Der Hauptgrund für diese Entwicklung liege darin, dass die Jugendlichen immer länger studieren wollen und immer mehr Geld verdienen wollen. Jedoch muss hierbei auch unterstrichen werden, dass auch die Situation für junge Akademiker auf dem Arbeitsmarkt schwieriger wird und die Generation „Praktikum“ nicht sehr hohe Gehälter verdient. „Es darf nicht den jungen Menschen die Schuld in die Schuhe geschoben werden, dass immer weniger junge Leute eine Lehre einschlagen, sondern der Schuh drückt auch vor allem aufgrund der niedrigen Löhne, der sozialen Absicherung und der Druck von Seiten der Gesellschaft“, unterstreicht Raffin.
„Durch die anstehende Oberstufenreform in Südtirol im kommenden Schuljahr haben auch Lehrlinge die Möglichkeit eine staatliche Reifeprüfung wie die Matura zu erwerben und somit haben sie die Möglichkeit nach der Lehre auch ein Studium zu absolvieren“, so die JG-Führung. Dies trägt sicherlich bei, dass in Zukunft wieder mehr junge Menschen Lehrberufe ergreifen werden.
Die Junge Generation fordert bessere und faire Arbeitsverträge für Lehrlinge, denn auch sie sind ein sehr wichtiger Teil unserer Gesellschaft und Wirtschaft.



