JG fordert Lösung für faschistische Relikte
Die Diskussion um die faschistischen Relikte in Südtirol erhitzt immer wieder die Gemüter. Die Junge Generation in der Südtiroler Volkspartei meldet sich nun auch zu Wort. Anlass dafür war die jüngste Pressekonferenz der Freiheitlichen (FPÖ) in Österreich.
„Wir fordern die Politik nochmals auf, dass sie sich dringendst mit den faschistischen Relikten in Südtirol auseinandersetzen muss, um endlich eine Lösung für diese Thematik zu finden“, so der Landesjugendreferent der JG, Manuel Raffin und seine Stellvertreter Tanja Rainer, Stefan Franceschini und Sebastian Überbacher.
Laut der Jungen Generation sehen viele SüdtirolerInnen in den Monumenten zu Recht eine Beleidigung und Provokation. Deshalb sollten vor allem das "Mussolini-Relief am Finanzgebäude" sowie der "Kapuziner Wastl" (Alpini Denkmal) in Bruneck entfernt, und eventuell in einem Museum bzw. in eine Kaserne untergebracht werden. Das "Siegesdenkmal" in Bozen und der umliegende Platz sollte zu einem Mahnmal für zukünftige Generationen umgestaltet und als Warnung vor der faschistischen Ideologie angesehen werden.
„Wir befürworten vor allem eine Lösung im europäischen Geiste für das Problem der faschistischen Relikte und Monumente“, so Raffin. Auf europäischer Ebene wird es bevorzugt zukünftige Generationen vor den Schrecken der Vergangenheit zu warnen und deshalb sollten die Monumente von totalitären Regimes zu Mahnmale und Gedenkstätten umgewandelt, bzw. in Museen aufbewahrt werden. Die Junge Generation verweist auf die Resolution mit dem Titel „Relikte und Symbole von totalitären Regimes“, die von der JG in der Jungen Europäischen Volkspartei (YEPP) eingebracht und auch einstimmig verabschiedet wurde.
„Wir verurteilen klar die offiziellen Akte und Demonstrationen in Südtirol, die mit dem totalitären Gedankengut verbunden sind“, so die JG-Führung abschließend.



