Echte Volksbefragung – echte Demokratie
Der SVP Ortsausschuss von Percha spricht sich für eine Volksbefragung zum „Projekt Ried“ aus fordert aber eine Ausweitung auf alle betroffenen Gemeinden.
Der SVP Ortsausschuss hat sich wiederholt mit dem „Projekt Ried“ befasst und ist dabei zum Schluss gekommen, dass in der derzeit verfahrenen Situation nur eine Volksbefragung Klarheit schaffen kann: „Die Fronten zwischen Projekt-Gegnern und Befürwortern sind verhärtet. In dieser Situation macht es absolut Sinn die Bevölkerung nach ihrer Meinung zu fragen.“, erklärt Ortsobmann Martin Krautgasser. Nach Ansicht des Ortsausschusses ist es aber nicht zielführend, wenn die Volksbefragung nur auf das Brunecker Gemeindegebiet beschränkt bleibt: „Direkte Demokratie ist nur dann sinnvoll, wenn sie die Meinung aller betroffenen Bürgerinnen und Bürger berücksichtigt. Percha würde sich durch eine Realisierung des Projektes zweifellos verändern, und es kann doch wohl nicht sein, dass man in Bruneck über die Köpfe der Perchinerinnen und Perchiner hinweg darüber entscheidet.“ Demokratie könne nämlich nicht so funktionieren, so der SVP-Ortsausschuss, dass nur ein Teil der Betroffenen für alle entscheidet. Daher müsse die Volksbefragung, wenn sie einen Sinn haben soll, zumindest in allen direkt betroffenen Gemeinden durchgeführt werden.
Der SVP-Ortsausschuss Percha fügt hinzu, dass grundsätzlich auch eine noch ausgedehntere Volksbefragung zumindest angedacht und diskutiert werden sollte: „Der Kronplatz war in den vergangen Jahrzehnten Wirtschaftsmotor für das gesamte Pustertal, nicht nur für Bruneck. Daher stellt sich die Frage, ob nicht eine Volksbefragung unter allen Pustererinnen und Pusterern durchgeführt werden sollte.“, so der SVP-Ortsobmann.
Der Zweck des Projektes sei die Errichtung einer Skiregion Pustertal durch die Anbindung des Kronplatzes an die Eisenbahn. Diese Anbindung würde Auswirkungen auf das gesamte Pustertal haben, so der Ortsausschuss von Percha. Nach Ansicht des Ortsausschusses ist die Nachhaltigkeit der Entscheidung über die Realisierung oder Ablehnung des Projektes für das Pustertal nicht von der Hand zu weisen. „Es kann daher nicht sein, dass lediglich die Brunecker Bürgerinnen und Bürger darüber zu entscheiden haben, wie sich der Kronplatz entwickeln soll“, erklärt Krautgasser.



