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"Wie" ist ausschlaggebend
01.09.10 - Bezirksumweltausschuss
Es kommt auf das „wie“ an

Der SVP-Bezirksumweltausschuss des Pustertales hat sich mit der Almerschließung im Antersasc-Tal beschäftigt und schlägt vor, den bestehenden Wanderweg so auszubauen, dass er mit einem Kleinfahrzeug befahrbar ist.

Der Pusterer SVP-Bezirksumweltausschuss spricht der Landwirtschaft die volle Anerkennung aus. „Unsere Bauern leisten durch ihre Arbeit und ihren Einsatz für den Erhalt unserer Kulturlandschaft einen äußerst wichtigen Beitrag. Daher möchte der SVP-Bezirksumweltausschuss auch betonen, dass er sich im Prinzip nicht gegen Almerschließungen ausspricht“, erklärt der Vorsitzende Georg Larcher. Voraussetzung sei aber, so Larcher, dass die Almen auch bewirtschaftet bzw. bearbeitet werden, was leider nicht immer der Fall sei.

Im speziellen Fall des Antersasc – Tales schlägt der Umweltausschuss eine alternative Lösung vor: „Aus unserer Sicht ist es möglich, das noch nicht gebaute Teilstück des Erschließungsweges von der Waldgrenze bis zur Alm nicht mit einem 2,50 Meter breiten Weg zu erschließen, sondern den bestehenden Wanderweg auf 1,20 Meter auszubauen bzw. zu sanieren, um auf diesem mit einem Kleinfahrzeug wie etwa einem Quad die Alm zu erreichen und so diese zu bewirtschaften bzw. mit Waren des täglichen Gebrauchs zu versorgen“, so Larcher. Dieser Vorschlag orientiere sich an einigen bereits bestehenden Beispielen, wie etwa der Brixner-Hütte, die so versorgt und erreicht wird. Was einen möglichen Bau oder die Sanierung der Almhütte anbelange, schlägt der Bezirksumweltausschuss den Materialtransport mittels Hubschrauber vor: „Natürlich bringt ein Transport mittels Hubschrauber eine Beeinträchtigung mit sich, diese ist aber zeitlich begrenzt und zahlreiche Beispiele haben gezeigt, dass dies auf lange Sicht die schonendste Lösung ist.“

Der Bezirksumweltauschuss äußert sich auch allgemein zu den Erschließungen der Almen: „Wir sind der Meinung, dass man sich unbedingt die Mühe machen muss, von Fall zu Fall zu entscheiden, in welcher Form eine Erschließung unter dem Aspekt des Umwelt- und Landschaftsschutzes, aber auch der Wirtschaftlichkeit zu wählen ist, denn es kommt immer auf das ,wie’ an“, erklärt Larcher.
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