Patientenverfügung – wir brauchen mündige Patienten
Mit Genugtuung entnimmt die SVP-Seniorenbewegung aus den Medien, dass das Landesethikkomitee unter dem Vorsitz von Primar Herbert Heidegger gestern den Leitfaden zur Verfassung einer Patientenverfügung der Öffentlichkeit vorgestellt hat. „Eine solche Broschüre hilft den ersten Schritt zu überwinden, denn über das Sterben und den Tod nachzudenken, ist eine große persönliche Herausforderung“, stellt der Vorsitzende der Seniorenbewegung Otto von Dellemann fest.
In Südtirol sterben jährlich ca. 5.000 Menschen, mehr als 95 Prozent hinterlassen keine Patientenverfügung und zudem wird über gesetzliche Regelungen von Therapiemaßnahmen im Falle von schweren Erkrankungen im Parlament immer wieder diskutiert, aber definitiv ist darüber noch nicht abgestimmt worden.
Deswegen befassen sich die SVP-Senioren seit Jahren mit der Endphase des Lebens in verschiedenen Sitzungen und organisierten auch am 1. Oktober im letzten Jahr - anlässlich des Internationalen Tages des älteren Menschen - eine Podiumsdiskussion zu diesem Thema mit namhaften Referenten. Aus ethischer, medizinischer, religiöser und vor allem politischer Sicht wurde das Verfassen einer Patientenverfügung ausgiebig durchleuchtet.
Fazit: Man stirbt nicht, wenn man über den Tod nachdenkt! Aber mit der Verfassung einer Patientenverfügung können wir voraus bestimmen, was mit uns geschehen soll, falls wir nicht mehr entscheidungsfähig sind. Wir müssen diesbezüglich mündig werden und der Leitfaden des Ethikkomitees hilft uns dabei.



