"Der PATT wird sicher nicht oder nur in geringem Ausmaß an politischer Stärke und an Schlagkraft verlieren." Das erklären für die SVP Landeshauptmann Luis Durnwalder und Parteiobmann Elmar Pichler Rolle nach einer Reihe von Gesprächen, zuletzt mit der gesamten Landesleitung des PATT. Es gehe darum, dass alle Trentiner Tiroler Autonomisten Geschlossenheit bewahren. Die Anzeichen dafür seien gut. Obmann Ugo Rossi versicherte Luis Durnwalder in einem Telefongespräch, dass der PATT zum Abkommen mit der Südtiroler Volkspartei stehe, und zwar sowohl für das Abgeordnetenhaus als auch für den Senat.
Landeshauptmann Durnwalder erklärt: "Autonomisten stehen in der Mitte und immer klar zu ihren Werten und Traditionen und zu ihrem Land. Es geht dabei nicht um Rechts oder Links, sondern um die Heimat. Das ist seit jeher auch die Seele der Trentiner Tiroler und ich bin sicher, dass sie weiterhin an der Seite der Südtiroler Volkspartei stehen." Vom Verhalten des bisherigen Kammerabgeordneten Giacomo Bezzi, der angekündigt hat, für Mitte-Rechts für das Parlament zu kandidieren, allerdings im Veneto und nicht im Trentino, sei man, so Durnwalder, enttäuscht.
SVP-Obmann Elmar Pichler Rolle, der in den vergangenen Jahren Schirmherr der Wiedervereinigung des PATT nach einer viele Jahre dauernden Spaltung gewesen war, ist ebenso zuversichtlich: "Das ist sicher kein leichter Moment für unsere Freunde im Trentino, es ist aber für den PATT auch eine sehr gute Chance, um zu zeigen, dass er gewachsen ist und in der Tat auch zusammenstehen und zusammenstehen kann. Wenn die Führungsriege die bisherige Geschlossenheit beibehält, habe ich keinen Zweifel, dass die breite Wählerschaft des PATT dies sehr stark honorieren wird."
Die Vorbereitungen für die gemeinsame Kandidatur von SVP und PATT für die Abgeordnetenkammer laufen jedenfalls auf Hochtouren, so Pichler Rolle. Ebenso werde ein Abkommen für den Senat vorbereitet, das ganz im Zeichen der Autonomie stehen wird. Der SVP-Obmann: "Unsere Botschaft ist klar: Wir stehen für Südtirol ein und für den Ausbau und die Stärkung der Autonomie."