Interner Fahrplan bleibt: Nominierung für EU-Parlament im Frühjahr 2009
"Die Bevölkerung erwartet sich von der SVP, dass vor allem Sachfragen gut gelöst werden. Das ist unsere Stärke. Daher gelten unsere Aufmerksamkeit und unser Einsatz weiter dem Ausbau der Autonomie, der Unterstützung der Südtiroler Familien, der Steuergerechtigkeit, der Stärkung der Kaufkraft, der Verbesserung der Lebensqualität und anderen wichtigen Themen. Dies erklärt SVP-Obmann Elmar Pichler Rolle. Und weiter: "Personalentscheidungen, die die SVP betreffen, werden nicht vor Fälligkeit getroffen und auf keinen Fall ohne breite Mitsprache der Basis."
Die Spitze der Handelskammer zu benennen, sei allein Aufgabe der Wirtschaftsverbände, sagt Pichler Rolle. "Unsere Gremien haben sich mit dieser Frage nicht befasst und sie werden es nicht tun. Es ist absolut logisch und nachvollziehbar, dass Politiker, die vor allem auch Interessen der Wirtschaft vertreten, für derlei Aufgaben immer im Gespräch sind. Wichtig aber ist die klare Trennung. Die Entscheidung obliegt allein den Verbänden."
Die SVP-Bezirke und der SVP-Ausschuss werden, wie festgelegt, innerhalb 26. Mai die Kandidatinnen und Kandidaten für die Landtagswahlen nominieren. Der SVP-Obmann erklärt zudem: "Die Nominierung des Kandidaten oder der Kandidatin für das EU-Parlament steht erst im Frühjahr 2009 auf der Tagesordnung. Diese Wahl obliegt den Gremien der SVP bei breiter Einbeziehung der gesamten SVP-Basis."
Die SVP, so Pichler Rolle, wird sich jedenfalls voll auf jene Aufgaben konzentrieren, die entscheidend für das Wohlergehen Südtirols sind. "Es gibt natürlich ein bestimmtes Interesse an Personalentscheidungen, aber es ist für die Menschen viel wichtiger, wenn die Sachfragen in der Sozial- und Wirtschaftspolitik und in vielen anderen Bereichen zufriedenstellend gelöst werden. Darauf müssen und werden wir uns alle gemeinsam konzentrieren, denn die SVP wird für ihre Fähigkeit geschätzt, auch schwierige Probleme gut zu lösen - im Sinne der Bürgerinnen und Bürger."