Sen. Oskar Peterlini: „Wer mich attackiert fördert die nationalistische Rechte"
„Gestern wurde wieder einmal deutlich, wer sich eindeutig zu unserer Autonomie bekennt und diese im Falle eines Wahlsieges im Einvernehmen mit dem Land Südtirol ausbauen würde". Mit diesen Worten kommentiert der Südtiroler Senator Oskar Peterlini das gestrige Treffen mit dem Premierkandidaten der Demokratischen Partei, Walter Veltroni. „Der PD-Spitzenkandidat hat nicht nur unsere Autonomie als Musterbeispiel gelobt, sondern auch unsere unabhängigen Autonomiegruppen im römischen Parlament als Bereicherung gewertet."
Zum Aufruf der deutschen Opposition, sich von Peterlini zu distanzieren, weil er angeblich die italienische Hymne bei der gestrigen PD-Wahlveranstaltung gesungen hätte, kontert der Unterlandler Senator: „Ich stand als Gast am Podium mit Veltroni und allen anderen Kandidaten. Die italienische Hymne habe ich nicht gesungen, doch so wie wir für unsere Kultur und unser Volkstum Respekt fordern, müssen wir denselben Respekt gegenüber der italienischen Kultur entgegenbringen." Die absolut ungerechtfertigten Attacken gegen die gemeinsame Liste „SVP-Insieme per le Autonomie" fördere die italienisch-nationalistische Rechte in Südtirol, betont Peterlini.
Der Wahlkreis Bozen Unterland besteht bekanntlich aus zwei Dritteln Italiener. „Ohne gemeinsame Absprache mit den autonomiefreundlichen Kräften geht der Sitz an die italienischen Gegner der Autonomie und des Zusammenlebens verloren. Will unsere deutsche Opposition tatsächlich, dass unsere Landeshauptstadt Bozen, das Überetsch und das Unterland an diese Nationalisten gehen, die auf ihren Listen Kandidaten aufstellen, die sich öffentlich zum Faschismus bekennen und diesem sogar nachweinen? Wenn dem so ist, dann müssen sie diese Verantwortung vor den Südtirolern, die unter dem Faschismus schwerstens gelitten haben, auch öffentlich übernehmen. Das wäre konsequenter anstatt ständig den Nationalisten in die Hände zu spielen", so Peterlini abschließen.