Europaparlamentarier Michl Ebner: "Klimawandel betriff besonders die Berggebiete"
Kommission für Klimawandel im Europäischen Parlament
Europa bleibt vom Klimawandel nicht verschont und so bemüht sich der Sonderausschuss für Klimawandel des Europäischen Parlamentes verstärkt um jene Bedingungen die für künftige Generationen entscheidende Verbesserungen bringen sollen: auch für Südtirols Berggebiete.
Letztes Jahr bereits hatte die Europäische Kommission ein Grünbuch vorgelegt, aus dem deutlich hervorgeht, dass Europa sich im letzten Jahrhundert um nahezu 1 Grad Celsius und somit schneller als der globale Durchschnitt erwärmt hat. Die Folgen davon: neue Niederschlagsmuster und Trockenperioden mit unterschiedlichen regionalen Auswirkungen auf Flora und Fauna und somit große Herausforderungen, die strategischer Anpassung bedürfen.
"Strategische Anpassung erfordert frühzeitiges Intervenieren - vor allem für so komplexe Ökosysteme wie die Berggebiete", so Europaparlamentarier Dr. Michl Ebner. "Besonders wichtig ist dabei zu vermitteln, dass die Berggebiete nicht mit Küstengebieten oder anderen Gebieten in einen Topf geworfen werden können", so Dr. Ebner weiter. "Sie bedürfen einer speziellen Betrachtung und einer differenzierten Behandlung, die ihren Ansprüchen als natürliches System aber auch als menschliches Habitat und wirtschaftliche Grundlage Rechnung tragen".
Als Mitglied des Sonderausschusses für Klimawandel hat Dr. Ebner daher im Zuge der Diskussion zur "Anpassung an den Klimawandel" entsprechend Initiative ergriffen und Änderungsanträge zum Schutz und zur speziellen Beachtung der Berggebiete eingereicht.
Nach internen Verhandlungen waren auch die anderen Mitglieder des Ausschusses von dieser Notwendigkeit zu überzeugen: Der Annahme der entsprechenden Kompromisse durch den Sonderausschuss am 27. März steht nun nichts mehr im Wege. Daraufhin wird sich das Plenum des Europäischen Parlamentes voraussichtlich im April 2008 dazu äußern.