SVP-Rechnung bestätigt: Mandat für Amhof ist bei breitem Konsens aus eigener Kraft erreichbar
Bozen/Rom - Nach Rücksprache mit dem Parlamentarischen Diensten in Rom und nach ausgiebigen internen Berechnungen ergibt sich für die SVP im Hinblick auf die Wahlen ein ziemlich deutliches Bild: mit dem gleichen Ergebnis wie 2006 könnte Magdalena Amhof, die Kandidatin des Bezirkes Brixen und der Arbeitnehmer, den Sprung ins Abgeordnetenhaus schaffen. Die 182.000 Stimmen könnten aus drei Gründen jedoch gefährdet sein: durch eine niedrigere Wahlbeteiligung inSüdtirol durch die mögliche Schwächung des PATT im Trentino, und durch Stimmenverluste an die Freiheitlichen und die Union. SVP-Obmann Elmar Pichler Rolle bleibt dennoch optimistisch: "Dieses Ergebnis ist absolut in Reichweite, und vor allem können wir es aus eigener Kraft schaffen."
In der SVP-Zentrale in Bozen wurde am Montag fleißig "hochgerechnet", und zudem hielt man Rücksprache mit den Parlamentarischen Diensten in Rom. Diese Aufgabe übernahm Siegfried Brugger: "Wir haben zwei klare Botschaften erhalten. Wenn die Wahlbeteiligung auf staatlicher Ebene ähnlich hoch ist wie 2006 oder sogar noch ansteigt, dann haben wir ein Problem, vor allem dann, wenn die Südtiroler nicht zur Urne gehen. Erreicht der PATT im Trentino nicht mehr 17.000 Stimmen oder wir verlieren Stimmen an andere Parteien, vor allem an Union und Freiheitliche, dann wackelt das Mandat für Magdalena Amhof. Wenn die SVP in Südtirol wieder 165.000 Stimmen schafft und mindestens 11.000 im Trentino, dann haben wir eine reelle Chance. Schaffen wir die Marke von 182.000, dann dürfte Amhofs Mandat ziemlich sicher sein."
Auch im Trentino wollen PATT und SVP unter dem Listenzeichen des Edelweiß um jede Stimmen kämpfen. Landeshauptmann Luis Durnwalder hat daher bereits fünf Wahlkampf-Termine im Trentino zugesagt. Er gilt in der Nachbarprovinz vor allem bei den Autonomisten als absolutes Zugpferd. Obmann Elmar Pichler Rolle wird ebenso mindestens viermal im Trentino auf Wahlkampftour sein. Bereits morgen, Mittwoch, wird der SVP-Obmann gemeinsam mit Listenführer Siegfried Brugger in Trient den Wahlkampf für den PATT eröffnen.
Ein Fragezeichen steht in Südtirol aber noch hinter dem Verhalten der Wählerinnen und Wähler. Brugger: "Wenn die Südtirolerinnen und Südtiroler am 13. und 14. April vom Wahlrecht Gebrauch machen, steigen auch die Chancen für die SVP. Wir müssen aber den Menschen auch klar machen, dass nur die SVP in der Region über die Hürde von 20 Prozent kommt. Jede Stimme des Protestes an kleine Parteien gefährdet daher direkt die Wahl von Magdalena Amhof."
SVP-Obmann Elmar Pichler Rolle bleibt optimistisch: "Für mich ist eine Tatsache sehr wichtig: Wir können das Mandat aus eigener Kraft erreichen. Natürlich spielen die staatliche und lokale Wahlbeteiligung auch eine Rolle und natürlich hängt einiges auch vom Abschneiden des PATT ab, aber wenn die Südtirolerinnen und Südtiroler glauben, dass die erreichte Autonomie wichtig ist und, dass sie dank einer starken Vertretung in Rom sogar weiter ausgebaut werden kann, wenn sie sich für stabile Verhältnisse entscheiden, trotz des zu befürchtenden Chaos in Rom, und deshalb SVP wählen, dann schaffen wir es und dann schafft es auch Magdalena Amhof. Das ist für das Eisack- und Wipptal, für die Arbeitnehmer in der SVP sowie für die Frauen und Jugend doch eine zusätzliche starke Motivation."