Parteiobmann Pichler Rolle und Sen. Pinzger: "SVP steht für die Autonomie"
Obmann Pichler Rolle: Kein Lagerwahlkampf, aber klare Prinzipien
"Die Koalitionsaussage der SVP lautet: Wir stehen zur Autonomie. Jene staatlichen Parteien, die sich zur Autonomie bekennen, sind für uns Partner oder Ansprechpartner. Wir Südtiroler stellen gerade 0,5 Prozent der Wählerinnen und Wähler. Wir müssen uns bewusst sein, dass es bei der Parlamentswahl um unser Land geht. Die Menschen in Südtirol müssen wissen, dass nur sie und niemand sonst mit ihrer Stimme die gute Zukunft der Südtirol-Autonomie garantieren. In Rom oder Caltanisetta schert sich kein Teufel um uns, und im Veneto wollen sie uns deshalb an den Kragen." Dies erklärt SVP-Obmann Elmar Pichler Rolle.
Der SVP-Obmann weist die Aufforderungen mehrerer italienischer Parteien zurück: "Wir können, dürfen und wollen uns als kleine Minderheit nicht in den italienischen Lagerwahlkampf hineinziehen lassen." Der Obmann stellt aber auch entschieden klar: "Wir stellen uns nach der Wahl nicht einfach auf die Seite der Sieger, sondern wir werden sehr wohl unterscheiden, wer immer für die Autonomie war und weiterhin ist und wer uns Südtirolern ablehnend, misstrauisch und kritisch gegenübersteht. Wir werden auch nie gemeinsame Sache machen mit jenen, die sich vom Faschismus nicht distanzieren, die ein nationalistisches Gehabe gegenüber Minderheiten an den Tag legen, die es nicht akzeptieren können, dass die SVP für ein Europa der Regionen samt seinen vielen Minderheiten und Sprachen steht und nicht für den Nationalstaat und dessen zentralistische Politik."
SVP-Fraktionssprecher Manfred Pinzger: Haben klaren Auftrag
Der Sprecher der SVP-Senatoren in Rom, Manfred Pinzger, unterstreicht seine Wertschätzung für Infrastrukturminister Antonio Di Pietro, weist aber die Aufforderung des Vorsitzenden von „Italia dei valori“, sich politisch zu einem Lager zu bekennen, zurück. „Wir Südtiroler tun gut daran, künftige Entscheidungen im römischen Parlament aus einer unabhängigen Position heraus und allein aufgrund von Programmen zu treffen. Und alle staatlichen Parteien sollten diese Position, die die Südtiroler Volkspartei seit 1948 als Minderheitenvertretung einnimmt, auch respektieren. Wir sind nicht irgendein Anhängsel, sondern eine kleine, aber eigenständige politische Kraft, die nur einen klaren Auftrag wahrnimmt, und der heißt Südtirol“, unterstreicht Pinzger.
SVP-Obmann Elmar Pichler Rolle appelliert an alle Südtirolerinnnen und Südtiroler, wie bisher auf die geschlossene Vertretung durch die SVP in Rom zu setzen. „Wir waren bisher damit sehr erfolgreich und haben nur dadurch viel für Südtirol erreicht. Es wäre fatal, diesen Weg zu verlassen. Wir können aus eigener Kraft Südtirols Position halten. Wenn wir aber nach italienischer Wahllogik denken und entscheiden, gefährden und verspielen wir unsere Eigenständigkeit. Das darf nicht sein."