Der Südtiroler Senator: „Die Südtiroler würden einen Rechtsruck der SVP niemals verstehen und akzeptieren – In Finis und Berlusconis Partei sind Faschisten und Postfaschisten, wie Mussolini, Ciarrapico, Urzì und Biancofiore.
„Die Südtiroler Bevölkerung, die stark unter dem Faschismus zu leiden hatte, würde einen Rechtsruck der SVP niemals verstehen und akzeptieren", betont der Südtiroler Senator Oskar Peterlini und weist damit alle diesbezüglichen Pressespekulationen entschieden zurück. „Der Faschismus und die jüngste Geschichte sind noch lange nicht vergessen." „Abgesehen von der Südtiroler Volkspartei, die niemals einen diesbezüglichen Beschluss gefasst hat, würde ich – so Peterlini weiter - niemals ein Bündnis mit der nationalistischen Rechten akzeptieren und niemals einer Rechtsregierung das Vertrauen aussprechen." Der Südtiroler Senator wörtlich: „Ich bleibe unserer Geschichte und Kultur treu und werde auch nicht jenen Mitte-Links-Kräften in den Rücken falle, die sich eindeutig zu unserer Autonomie bekennen und diese im Falle eines Wahlsieges nur im Einvernehmen mit dem Land Südtirol ausbauen würden". „Der PD-Spitzenkandidat Walter Veltroni hat während seines Besuches in Bozen nicht nur unsere Autonomie als Musterbeispiel gelobt, sondern auch unsere unabhängigen Autonomiegruppen im römischen Parlament als Bereicherung gewertet", betont der Südtiroler Senator. Es wäre nicht nachvollziehbar, wenn Exponenten der SVP den Nationalisten in Rom und Bozen in die Hände spielen würden. „Die Südtiroler wollen sicherlich nicht, dass unsere Landeshauptstadt Bozen, das Überetsch und das Unterland in die Hände dieser nationalistischen Rechten fallen. Die Koalition von Berlusconi stütz sich auf den Chef von Alleanza Nazionale und hat auf ihren Listen Kandidaten wie Giuseppe Ciarrapico und Alessandra Mussolini, die sich öffentlich zum Faschismus bekennen und diesem sogar nachweinen. Auch in Bozen geben Urzì und Biancofiore den Ton an. An der künstlichen Scheinoperation von Forza Italia (PdL) vor den Wahlen glauben nicht einmal deren Anhänger in Bozen." Ein Rechtsruck der SVP aufgrund dieser Sirenenklänge würde – so Peterlini - verheerende Folge haben. „Unsere Kultur und unser Volkstum würden damit ernsthaft gefährdet, denn die Mentalität bei den Rechtsparteien in Südtirol hat sich um keinen Millimeter geändert". Peterlini abschließend: „Wir erinnern uns noch daran wie Vertreter dieser Kräfte unsere Schützen auf einer friedlichen Demonstration angespuckt haben und wie jährlich vor dem Siegesdenkmal gegen unsere Kultur Kränze deponiert werden. Auch der Stinkefinger von Berlusconi mit Biancofiore gegen unsere Volksgruppe und die Ablehnung des Friedensplatzes sind noch in lebendiger Erinnerung."