SVP-Forum Heimat: „Keine Streicheleinheiten für Berlusconi - Nein zur nationalistischen Rechten!“
Wenig Verständnis zeigt das Forum für die Aussage des Landeshauptmannes, „ein Sieg von Mitte-Rechts wäre nun auch wieder keine Katastrophe“. Seit Bestehen der Südtiroler Volkspartei waren und sind die italienischen rechts-nationalistischen Parteien der Autonomie feindlich gesinnt.
Noch heute fordert beispielsweise Michaela Biancofiore, Chefin von Forza Italia, die Anbringung der italienischen „Tricolore“ bis auf den letzten Bauernhof. Zudem sind Ausbau und Schutz der Autonomie das Herzstück der SVP-Politik in Rom. Eine Politik, die den rechten italienischen Nationalisten stets ein Dorn im Auge war.
Im Wahlprogramm der SVP für die kommende Legislaturperiode in Rom stehen einige Forderungen, die das Forum Heimat sehr begrüßt. So will man eine überfällige Begnadigung der Südtirolaktivisten, die Steuerautonomie, die Abschaffung des Regierungskommissariates und die Reduzierung der Polizei- und Carabinierieinheiten auf die in Italien üblichen Kontingente erreichen. Angesichts dieser Ziele stellt eine Regierung Berlusconi/Fini tatsächlich eine Katastrophe für uns dar, denn dieses Programm wird niemals Gehör bei Nationalisten und Neofaschisten finden.
„Unser SVP-Programm für Rom enthält mutige und konsequente Forderungen zum Ausbau der Südtiroler Autonomie. Jede Stimme für die Südtiroler Volkspartei ist ein wichtiger Schritt Richtung Realisierung dieser wichtigen Forderungen für die Heimat. Jede Stimme für die Opposition stärkt die nationalistische Rechte, die seit jeher Südtirol feindlich gesinnt ist und dies bei ihren Aufmärschen am Siegesdenkmal offen zur Schau trägt“, so das Forum Heimat. Der Sieg von Berlusconi, Fini und Verbündeten verspreche nichts Gutes für Südtirol, heißt es abschließend in der Presseaussendung.