"Wir müssen das Wahlergebnis sehr gründlich analysieren. Wir brauchen dafür die nötige Zeit, und zwar nicht nur um jeweils selbst das große Wort zu führen, sondern vor allem um zuzuhören." Dies erklärt SVP-Obmann Elmar Pichler Rolle im Vorfeld der heutigen Sitzung des Parteiausschusses. Erst nach einer gründlichen Analyse könne die SVP die erforderlichen Korrekturen vornehmen. Rein kosmetische Schnellschüsse seien nicht zielführend, die Probleme müssten wenn schon gründlich angegangen werden.
Pichler Rolle spricht sich erneut gegen jede Personaldebatte in der SVP und gegen Pauschalkritik aus. Die jüngsten medialen Angriffe sowohl gegen Senator Oskar Peterlini als auch gegen Senatorin Helga Thaler Ausserhofer seien ungerecht und würden nur dazu führen, die Südtiroler Volkspartei schlecht zu machen. "Unsere Kandidaten sind von der Basis nominiert worden, und zwar mit sehr großer Mehrheit. Es hat aus zeitlichen Gründen zwar keine Vorwahlen gegeben, aber es bestand immer die Gelegenheit, um Vorbehalte oder Gegenvorschläge einzubringen. Jene, die erst jetzt den Mund aufmachen, tun dies zum falschen Zeitpunkt."
Es brauche alle Kräfte, um die SVP auf die Siegerstraße zurückzubringen. Dies sei nur möglich, wenn alle gemeinsam für die Ziele und für das Wohl des Landes und seiner Menschen kämpfen würden. Pichler Rolle: "Wir sollten uns vor Rundumschlägen auch darauf besinnen, dass die große Mehrheit der deutsch- und ladinischsprachigen Bevölkerung weiter hinter der Volkspartei steht. Diese Menschen und viele unserer Funktionäre warten bestimmt auch auf Signale. Es gilt, Fehler abzustellen, ganz bestimmt aber nicht, alles bisher Geleistete zu verdammen."