Dazugehören - von Anfang an
So erfreulich unsere Vollbeschäftigung ist – sie hat auch eine Schattenseite: In Südtirol herrscht ein Mangel an Arbeitskräften, insbesondere an Fachkräften. Arbeitskräfte aus dem Ausland gewährleisten, dass sich unsere Wirtschaft solide weiterentwickeln kann. Bei einem Ausländeranteil von 6,7 Prozent ist die Zuwanderung in Südtirol im Vergleich zu den umliegenden Regionen ein relativ neues und überschaubares Phänomen.
Wir verfolgen in der Einwanderungspolitik eine klare Linie: Südtirol hat in der Zuwanderung keine Zuständigkeiten, diese liegen beim Staat. Allerdings soll durch die Genehmigung von Arbeitsbewilligungen der Zuzug von ausländischen Arbeitskräften unter Kontrolle gehalten und die Einwanderung aus Nicht-EU-Ländern zugunsten von EU-Bürgern niedrig gehalten werden.
Die zweite wichtige Aufgabe ist die Integration. Wer arbeitet oder aus politischen Gründen vorübergehend auf Hilfe angewiesen ist, hat Anrecht auf anständige Behandlung. Diese Verpflichtung erwächst uns aus der eigenen Geschichte. Es gilt aber auch, die Störung des sozialen Friedens zu vermeiden. Daher müssen klare Regeln gelten: straffällig gewordene Einwanderer sollen das Land verlassen, und Toleranz darf keine Einbahnstraße sein. Unsere Sprache, unser Glaube und unsere Kultur sind zu respektieren. Eine ungrechtfertigte Ausnutzung unseres Sozialsystems wollen wir nicht zulassen.




