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Unterland
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SVP-Bezirk Unterland



SVP-Bezirk Unterland

Bahnhofstraße 34
39044 Neumarkt

Tel. +39 0471 81 22 31
Fax: 0471 82 39 59

svpneumarkt@svp.eu


Der Bezirk Unterland besteht aus den zwölf Gemeinden, die vor 1950 zum Gericht Neumarkt gehörten. Es sind dies: Aldein, Altrei, Auer, Branzoll, Kurtatsch, Kurtinig, Margreid, Montan, Neumarkt, Salurn, Tramin und Truden.

Die SVP weist im Unterland 16 Ortsgruppen auf. Kurtatsch hat drei Ortsgruppen: Kurtatsch, Graun und Penon. Neumarkt hat zwei: Neumarkt und Laag. Zwei hat auch Salurn: Salurn und Buchholz/Gfrill. Im Vergleich zur deutschen Einwohnerschaft ist der Stand an SVP-Mitgliedern relativ hoch. Der Durchschnitt in den letzten zehn Jahren liegt bei ca. 4000 Mitgliedern

Seinen Sitz hat der SVP-Bezirk in Neumarkt, Bahnhofstraße 34. Die Mitarbeiterin vor Ort ist Gertraud Stürz. Für Informationen und Auskünfte steht Sie Ihnen jederzeit gerne zur Verfügung.

Bezirksobmann ist seit November 2010 Oswald Schiefer, seine Stellvertreterin ist Landtagsabgeordnete Rosa Thaler.

- Frauenbewegung: Waltraud Winkler Terleth aus Montan
- Junge Generation: Jürger Rella aus Tramin
- Bezirkssozialausschuss: Dieter Fink aus Margreid
- Bezirkswirtschaftsausschuss: Irene Gallmetzer Huez aus Auer
- Bezirksseniorenbewegung: Rosa Roner Gutmann aus Tramin


Themen und Ziele der Partei im Unterland

- Politische Vertretung des Bezirkes: Als Bezirk ist das Unterland klein, deshalb ist die Zusammenarbeit mit anderen Bezirken erforderlich. Trotzdem ist der Bezirk seit 1952 im Landtag und zeitweise auch in der Landesregierung präsent gewesen, früher durch Robert von Fioreschy, Karl Vaja und Oskar Peterlini, derzeit durch Rosa Thaler. Durch eine stärkere Zusammenarbeit mit dem Überetsch soll beiden Gebieten eine sichere Vertretung im Landtag ermöglicht werden.

- Erhaltung des ethnischen Proporzes, wie er sich im Laufe der vergangenen Jahrzehnte entwickelt hat. Dafür muss besonders der Arbeitsmarkt, die Wohnbaupolitik und die Zuwanderung im Auge behalten werden. In manchen Ortschaften ist auf den Gebrauch der deutschen Sprache in Kindergärten und Schulen zu achten.

- Tragbare Lösungen für das Problem Verkehr: Der öffentliche Nahverkehr soll so gestaltet werden, dass er eine optimale Anbindung an Bozen und an das Überetsch ermöglicht. Für den Bahn- und Transitverkehr müssen Lösungen gefunden werden, die das Land und seine Bewohner nicht übermäßig belasten. Dies gilt auch für Ortsumfahrungen.

- Schutz vor Hochwasser: Die Etsch hat in den vergangenen Jahrzehnten des öfteren nicht nur Kulturgründe, sondern auch Wohngebiete überflutet. Durch den Bau von Pumpwerken und die Verstärkung der Dämme soll größere Sicherheit erreicht werden.

Drei-Jahresprogramm der SVP Unterland 2011-2013  genehmigt in der Sitzung der erweiterten Bezirksleitung am 09.05.2011

Für ein lebenswertes Unterland
Unsere programmatischen Forderungen sollen die Basis für ein besseres Zusammenleben im Unterland sein. Grundsätzlich möchten wir eine positive Stimmung vermitteln, diese an die Bevölkerung herantragen und gemeinsam mit unserer Partei den Blick in die Zukunft richten, um sagen zu können: „Wir leben gerne im Südtiroler Unterland".


1) Deutsche Sprache, Schule, Kultur und Volkstum
• Förderung der deutschen Sprache durch Sondermaßnahmen in Kindergärten und Grundschulen, sowie frühzeitiger Deutschunterricht für Kinder ausländischer Familien
• Ausbau und Verbesserung der Bildungs- und Schuleinrichtungen im Unterland
• Erhaltung des Grundlehrgangs für das Handwerk in Neumarkt
• Verbesserung der Kenntnis unserer Geschichte auf allen Schulebenen (gemeinsames Geschichtebuch in deutscher und italienischer Sprache)
• Förderung des Heimatbewusstseins, auch durch Aufarbeitung der lokalen Geschichte (Vorträge, Schulungen)
• Lösung der Toponomastikfrage

2) Familienförderung, Gesundheit, Sozialwesen und Gesundheitszentrum
• Maßnahmen zur finanziellen Unterstützung, bzw. Pensionsabsicherung für Mütter/Väter, die bis zum Eintritt in den Kindergarten bei ihrem/n Kind/Kindern bleiben wollen
• Schaffung übergemeindlicher Kindertagesstätten und Kinderhorte für Eltern, die bereits nach der gesetzlich vorgesehenen Mutter- bzw. Vaterschaft wieder in das Berufsleben eintreten; allerdings bedarf es für diese Strukturen wesentlich höherer Landeszuwendungen
• Überschaubare und einheitliche Finanzierungsmodelle der verschiedenen Kleinkinderbetreuungen
• Ausweitung des Angebotes an Fachärzten im Sanitätssprengel Neumarkt
• Verbesserung und Erweiterung des Ambulatoriumangebotes bzw. der Gemeinschaftspraxen für den Wochenend- und Nachtdienst
• Bessere Vernetzung zwischen Basisarzt-Facharzt -Krankenhaus
• Mehr Kontrolle bei der finanziellen Sozialhilfe: Die Bürgermeister/innen der jeweiligen Gemeinde sollen im Auszahlungsausschuss der finanziellen Sozialhilfe vertreten sein
• Bessere Zusammenarbeit für die sozialpädagogische Grundversorgung sowie den psychologischen Dienst bei den verschiedenen Schulstufen
• Bessere Vernetzung zwischen den ambulanten und stationären Betreuungseinrichtungen für Senioren
• Schaffung von Arbeitsplätzen für Menschen mit besonderen Erfordernissen
• Einrichtung Gesundheitszentrum für Erste-Hilfe, Fach-Arzt-Visiten und Gemeinschaftspraxen

3) Integrationspolitik und Zuwanderung
Voraussetzung für die Interessensverbindung zwischen Einheimischen und Zuwanderern ist die Bereitschaft der Ausländer unsere Sprache zu erlernen und die Kultur und Gepflogenheiten zu respektieren.
• Vermeidung einer möglichen Ghettobildung durch zu hohen Ausländeranteil in Gemeinden
• Integration der zugewanderten Frauen und Männer in die Arbeitswelt
• Abstimmung der Sozialleistungen zwischen Südtirol und dem Trentino

4) Sparsamer Umgang mit Grund und Boden für Wohnbau und übergemeindliche Gewerbegebiete
Die Raumordnung muss ihrer Aufgabe entsprechend den verschiedenen Interessen von Landwirtschaft, Wohnbau, Gewerbe und Tourismus in einem ausgewogenen Verhältnis zueinander gerecht werden. Es gilt vor allem der sparsame Umgang mit Grund und Boden.
Die Neuausweisung von Zonen soll erst nach entsprechender Bedarfsermittlung erfolgen. Die Nutzung von bestehender Kubatur und Flächen im bewohnten Bereich bzw. im alten Ortskern ist verstärkt zu fördern um eine Zersiedelung zu vermeiden.

5) Förderung des Tourismus und Schaffung neuer Rahmenbedingungen
• Förderung der tourismus- bzw. strukturschwachen Gemeinden
• Förderung von Qualitätsbetrieben, Urlaub auf dem Bauernhof, Zimmervermietung, Bauernmarkt und der Nahversorgung durch regionale sowie lokale Produkte
• Unterstützung neuer Formen der Zusammenarbeit zwischen Tourismus und Landwirtschaft

6) Sicherung der Arbeitsplätze
Die Arbeitslosigkeit liegt bei 4% (Stand März 2011). Das Arbeitsplatzangebot ist zurückgegangen. Gründe dafür sind Betriebsschließungen und Aufnahmestopps. Wir haben im Unterland attraktive Arbeitsplätze.
Es herrscht vorwiegend Bedarf an mehrsprachigen Arbeitskräften im Verwaltungsbereich und Tourismus.
Großer Mangel besteht an Teilzeit- und flexiblen Arbeitsstellen im Verwaltungsbereich der Privatwirtschaft.
Die prekären Arbeitsverhältnisse durch befristete Arbeitsverträge sollten vermieden werden.

7) Errichtung und Verbesserung von Infrastrukturen
Im Unterland konzentriert sich der gesamte Verkehr des Landes, dies erfordert folgende Maßnahmen:
• Ausgleichszahlungen aufgrund eines Umweltplanes
• Querfinanzierung der unterirdischen Zulaufstrecken zum Brennerbasistunnel
• Allgemeine Verbesserung des öffentlichen Nahverkehrs:
- Citybusdienst für Laag und Söll
- Citybusdienst auch an schulfreien Tagen
- Zugverbindungen im Halbstundentakt bis nach Salurn
- Zughaltestelle in Bozen-Süd
• Weiterführung der Überetscherbahn ins Unterland
• Erneuerung der Autobahn- und Etschbrücken in Salurn, Neumarkt und Laag
• Weiterführung des Radwegnetzes von Neumarkt nach Tramin und den Kalterer See, sowie Ausbau des Radweges von Auer–Montan–San Lugano
• Sanierung der Eisenbahnbrücke bei Auer
• Bau des Hallen- und Erlebnisschwimmbades in Neumarkt mit Landeszuschuss im gleichen Ausmaß wie in anderen Bezirken (Brixen, Sterzing)
• Renaturierung der Etsch - gleichzeitig mit der Sicherung der Dämme - zur Schaffung von neuem Lebensraum für Fauna und Flora als Naherholungsgebiet
• Einrichtung und Ausbau eines Night-Liner-Service im Unterland

8) Energieproduktion, Stromverteilung, Telekommunikation und ADSL
• Neuerschließung von alternativen Energiequellen im Unterland (Wasserkraft, Etschlaufwerk und Windpark)
• Strommasten und Hochspannungsleitungen: Lösung durch unterirdische Verlegung fordern
• Garantierte Stromversorgung durch die SELNET und Modernisierung des gesamten Stromnetzes
• Dringender Ausbau der Breitbandversorgung mit Glasfaserkabel zur Förderung der wirtschaftlichen Entwicklung und der privaten Kommunikation

9) Militärschießstand Gmund und Biovergärungsanlage in Cadino (TN)
• Verhandlungen mit den zuständigen Militärbehörden, bzw. mit der Landesregierung zur Verhinderung des Militärschießstandes in Gmund
• Die Biomüllvergärungsanlage in Cadino (TN) in der Gemeinde Faedo soll nicht in Grenznähe gebaut werden. Die politische Intervention von Landeshauptmann und Landesregierung zur Unterstützung der Nachbargemeinden ist dringend erforderlich

10) Flughafen – Mediationsergebnis und „Runder Tisch“
Das Ergebnis der Mediation soll eingehalten werden: Anbindung an internationale Flughäfen mit max. 70-80 Sitzern. Die Einführung eines „Runden Tisches“ dient dazu die offenen Fragen mit den Verantwortungsträgern der Unterlandler, Überetscher und Anrainergemeinden definitiv zu klären. Es müssen aber auch Maßnahmen umgesetzt werden, die zur Entlastung des Gebietes beitragen. Die weitere Verringerung der Sport- und Militärflüge, sowie eine insgesamte Verbesserung der Lärmsituation bedürfen einer dringenden Lösung



2012 - Südtiroler Volkspartei
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